Motoglobe

Senegal mit dem Motorrad

Senegal mit dem Motorrad

10.04.2026 reiseländer

Senegal gilt als eines der vielseitigsten Reiseziele Westafrikas. Das Land bildet den Übergang von der trockenen Sahelzone im Norden zu den tropisch grünen Landschaften der Casamance im Süden. Diese landschaftliche Vielfalt macht Senegal besonders abwechslungsreich und bietet auf vergleichsweise kurzer Distanz völlig unterschiedliche Natur- und Kulturräume.

 

Die Hauptstadt Dakar liegt auf der Halbinsel Cap-Vert und ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Die Millionenstadt ist geprägt von dichtem Verkehr, lebhaften Märkten und einem pulsierenden Stadtleben. Trotz ihrer Lage am Atlantik vermittelt Dakar mit ihrem trockenen Klima und den sandigen Strassen vielerorts den Eindruck einer Wüstenstadt.

Abseits der Hauptstadt geht das geschäftige Treiben rasch in eine ruhige, ländliche Atmosphäre über. Besonders die Casamance im Süden hebt sich deutlich vom übrigen Senegal ab. Üppige Vegetation, Flüsse, Mangroven und weitläufige Reisfelder prägen diese Region, die landschaftlich und kulturell zu den interessantesten Teilen des Landes zählt.

 

Die Strassen entlang der Hauptverbindungen sind überwiegend gut ausgebaut. Auf Nebenstrecken muss jedoch mit Schlaglöchern, Sandpassagen und langsamem Verkehr gerechnet werden. Wer genügend Zeit einplant und sich auf die unterschiedlichen Landschaften einlässt, erlebt Senegal als eines der abwechslungsreichsten Länder Westafrikas.

 

GPX-Daten meiner Reisen durch Senegal mit dem Motorrad findest du in den jeweiligen Reiseberichten oder im Menü Downloads unter Routen.

Gut zu wissen für eine Motorradreise durch Senegal

Visa und Einreisebedingungen können jederzeit ändern. Alle Angaben ohne Gewähr.

  • Pässe Schweiz und EU benötigen kein Visa für einen Aufentalt bis 90 Tage
  • Carnet de Passage wird akzeptiert. Bei Einreise von Mauretanien wird es jedoch nicht gestempelt. Man muss innert 48 – 72 Std. nach Dakar dafür. Der Overlander Zeltplatz Zebrabar bei Saint Louise bietet einen Abstempel-Service an
  • Einreise mit Carnet aus Guinea-Bissau, Gambia und Guinea wird das Carnet an der Grenze abgestempelt
  • T.I.P ebenfalls möglich, ist aber mit hohen Kosten verbunden. Momentan € 250.00
  • Versicherung obligatorisch. Kann über die Card brune abgedeckt werden (Versicherung für alle Westafrikanischen Länder)
  • Card brune kann via WhatsApp bei Axa Senegal gelöst werden WhatsApp Nr. +221 77 651 89 75 Mr. Diedhiou
  • Merhfach möglich innert der 90 Tage
  • Temporären Import des Motorrades mit T.I.P oder Carnet de Passage unbeschränkt bis deren Ablaufzeit möglich
  • Gültiger Reisepass mindestens 180 Tage über Ankunftsdatum hinaus gültig
  • Führerausweis
  • Internationaler Führerausweis
  • Fahrzeugausweis
  • Carnet de Passage oder T.I.P (wird vom Zoll ausgestellt)
  • International Impfausweis für Bestätigung der Gelbfieberimpfung
  • Währung ist der Westafrikanische Franc (100 XOF = 0.15 €)
  • Geldautomaten bei Banken vorhanden, funktionieren aber nicht immer oder akzeptieren keine ausländische Karten
  • Teilweise Gebühren der örtlichen Bank für Geldbezug
  • Kreditkarten in touristischen Einrichtungen verbreitet
  • Bargeld wird benötigt
  • Wildcampen erlaubt
  • Zeltplätze in einigen Regionen vorhanden
  • Hotels, Bed & Breakfast und private Pensionen in grösseren Ortschaften vorhanden und teilweise über Buchungsportale buchbar
  • Grundsätzlich ist Senegal ein sicheres Reiseland
  • Die Grenzgebiete zu Mali gelten als unsicher
  • Nutze in der Hauptstadt nur offizielle Taxis
  • Die Polizei und Militär ist nicht immer dein Freund und Helfer
  • Helmpflicht
  • WIFI ist bei touristischen Einrichtungen verbreitet, jedoch nicht immer stabil und oft langsam
  • SIM-Karten mit Datenpackete sind für Touristen bei der Telecomfirma Orange erhältlich.
  • Die Netzspannung ist 230 V / 50 Hz
  • Überall im Land kann es zu Stromunterbrüchen (Loadshedding) wegen Stromknappheit kommen
  • Mehr Infos bei Steckdosen der Welt
  • Erlaubt
  • Drohnen unter Auflagen erlaubt
  • Tankstellen mit Benzin in grösseren Ortschaften
  • Rechtsverkehr
  • Viele Menschen, die zu Fuss mit Tieren auf der Strasse unterwegs sind
  • Neue, wichtige Autobahnen sind mautpflichtig. Auch für Motorräder
  • Während der Regenzeit sind die Schotterpisten schwierig zu befahren
  • Der starke Passatwind „Harmattan“ kann Sandstürme auslösen
  • Zurzeit keine Empfehlung
  • Zurzeit keine Empfehlung

Meine Motorradreisen durch Senegal

Afrika hautnah mit dem Motorrad

Klicke auf die Symbole für den Link zum jeweiligen Reisebericht

Meine Reiseberichte Senegal - Afrika hautnah mit dem Motorrad

Guinea-Bissau - Ein Land, das kaum jemand besucht
28.03.2026

Guinea-Bissau – Ein Land das kaum jemand besucht

Von Buba fahre ich auf schlechten Strassen nach Bissau, die Hauptstadt des Landes. Wegen den unregemässigen Fährverbindungen auf die vorgelagerten Inselgruppen, streiche ich mein Vorhaben, diese zu besuchen. Stattdessen reise ich nach zwei Ruhetagen weiter in die kleine Ortschaft Cacheu, die eine der ersten Kolonialsiedlungen in Westafrika ist. Tags darauf verlasse ich bereits wieder das kleine Land und erreiche die Casamance in Senegal, wo ich in Abéné einen Ruhetag am einsamen Strand einlege
Dakar - Ankunft am westlichsten Punkt Afrikas
03.04.2026

Dakar – Ankunft am westlichsten Punkt Afrikas

Nach einem weiteren erholsamen Tag am einsamen Strand von Abéné überquere ich die Grenze nach Gambia, wo ich auf Empfehlung in einer tollen Lodge direkt am Gambia-Fluss übernachte. Bereits am Folgetag reise ich erneut nach Senegal, um nach Dakar zu gelangen. Auf der Fahrt dorthin mache ich Bekanntschaft mit dem trockenen und heissen Passatwind namens Harmattan. Er bringt viel Sand aus der Sahara mit sich, was die gesamte Landschaft in einem trüben Licht erscheinen lässt. In Dakar angekommen, treffe ich Serge, den ich bereits in Ruanda in der Hauptstadt Kigali getroffen habe. Daneben bekommt die Honda einen neuen Hinterradreifen, einen Öl- und Ölfilterwechsel sowie zwei neue Luftfilter. Somit ist die Maschine gerüstet für die kommenden Strecken durch die Sahara, bis ich das Mittelmeer erreiche.
Wüstenstaat Mauretanien - Geduld, Panne und viel Wind
11.04.2026

Wüstenstaat Mauretanien – Geduld, Panne und viel Wind

Meine nächste Station in Senegal ist Saint Louis mit seiner historischen Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die anschliessende Weiterreise nach Mauretanien fordert meiner Geduld noch einmal alles ab. Und als wäre dies nicht schon genug, streikt die Honda das erste Mal auf dieser Reise. Zum Glück nichts Gravierendes, und ich kann meine Reise durch den Wüstenstaat Mauretanien fortsetzen und einige Tage später bereits nach Marokko einreisen. Der mich seit mehreren Tagen begleitende starke Gegenwind bringt mich dort dazu, in Al-Dakhla auf der Halbinsel Rio de Oro eine längere Fahrpause einzulegen, bis sich die Windverhältnisse zu meinen Gunsten ändern.
Bild von Christian Feustle
Christian Feustle

Autor und Inhaber der Marke Motoglobe

Nach oben scrollen
Cookie Consent mit Real Cookie Banner