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Pretoria – Ende meiner Route durch Süd- und Ostafrika

Pretoria – Ende meiner Route durch Süd- und Ostafrika

06.10.2025 routen >> afrika hautnah

Nach dem Frühstück heisst es Abschied nehmen von Oliver und seinem Team. Für den Rückweg nach Hwange auf die Hauptstrasse nach Bulawayo bleibt mir nur dieselbe Strecke wie bei der Hinfahrt – Alternativen gibt es keine.

 

In Hwange rumpelt es zunächst kräftig auf der holprigen Umfahrung der Baustelle, bis ich nach einigen Kilometern zwei Tankstellen erreiche. In deren Kreiselmitte entdecke ich ein kleines Café mit schattiger Terrasse – ideal für eine Pause.

 

Bis Bulawayo sind es rund 400 Kilometer. Dazwischen liegen nur wenige Ortschaften, was grundsätzlich zügiges Fahren erlauben würde. Doch die vielen Berichte über den schlechten Straßenzustand lassen mich lieber vorsichtig bleiben. Ich entscheide mich für einen Zwischenstopp in einer Lodge, die nur wenige hundert Meter vom Eingang des Hwange-Nationalparks entfernt liegt. Der Park ist nicht eingezäunt und bei der Lodge soll sich ein Wasserloch befinden, an dem sich häufig Tiere zeigen.

 

Wieder auf der Honda rolle ich gemütlich weiter. Eine Stunde später erreiche ich die Abzweigung zur Lodge, tanke vorher an einer belebten Station und fahre dann auf einer schmalen Teerstrasse Richtung Nationalpark. Tiere zeigen sich unterwegs keine – bei der Mittagshitze wenig überraschend.

 

Beim Einchecken erzählt mir ein Mitarbeiter, dass kurz zuvor eine grosse Elefantenherde stundenlang am Wasserloch gewesen sei. Ich ziehe mich um und gehe sofort zum Poolbereich, von wo aus man das Wasserloch gut sehen kann. Vielleicht kommen noch einige andere Tier zu Besuch.

 

Das Glück ist heute nicht auf meiner Seite und bis zum Eindunkeln bleibt es ruhig am Wasserloch. Dafür komme ich mit einigen anderen Gästen der Lodge ins Gespräch. Mit einem Franzosen, der mit einer geführten Gruppe in Südafrika unterwegs war und jetzt noch für eine Woche allein bis zu den Victoria Falls reist und für morgen noch Mitfahrende für einen Game Drive sucht, um die Kosten zu teilen. Ich lehne dankend ab, da ich weiterfahren möchte.

 

Ein anderer Gast stammt aus Russland, lebt aber in Rio de Janeiro. Er erzählt, dass er seit über zwanzig Jahren mit Rucksack und Zelt regelmässig monatelang durch die Welt reist. In Rio sei er vor 10 Jahren zufällig gelandet, habe sich sofort wohlgefühlt und beschlossen zu bleiben. Jahrelang sei er alle drei Monate über die Grenze und zurückgereist, um sein Touristenvisum zu erneuern. Nach Beginn des Ukraine Kriegs bekam er die Möglichkeit, Asyl zu beantragen, was noch immer läuft. Solange das Verfahren offen ist, darf er in Brasilien bleiben, aber das Land nur kurzzeitig verlassen – deshalb sei seine Afrikareise diesmal kürzer.

 

Als die Nacht den Busch und das Wasserloch ins Dunkle einhüllt, verschiebe ich mich ins Restaurant für ein leckeres Abendessen. Danach kehrt Ruhe im Camp ein und es ist Zeit ins Bett zu gehen.

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Wer früh ins Bett geht, ist meistens auch früh wach. Jedenfalls geht es mir so und mit dem ersten Tageslicht ziehe ich mich an und setze mich wieder ans Wasserloch und geniesse die Morgenstimmung.

 

Bis zum Frühstück zeigen sich jedoch lediglich zwei weitere Touristen anstatt Tiere. Macht nichts – ich gehe ins Restaurant und esse mein Morgenessen. Danach heisst es packen und die Honda beladen.

 

Über eine kurze Schotterpiste gelange ich zurück auf die Teerstrasse, wo ich keine hundert Meter später eine Gruppe Elefanten im Gebüsch erblicke. Ich halte am Strassenrand und stelle das Motorrad ab. Die Gruppe ist recht nah, weshalb ich besser nicht absteige. Elefanten können sehr schnell werden, wenn ihnen etwas nicht passt. Einige der jüngeren Tiere verschwinden im Busch, während andere sich beim Fressen nicht stören lassen. Das bleibt aber nicht lange so: Plötzlich dreht sich der Bulle um, breitet die Ohren aus und läuft mit schwingendem Rüssel in meine Richtung. Nichts wie weg – ich starte den Motor und brause los. Wäre ich abgestiegen, hätte das schlecht ausgehen können. Auf dem Weg zur Hauptstrasse nach Bulawayo springen dann noch einige Antilopen über die Fahrbahn.

 

Zurück auf der Verkehrsachse werde ich in der ersten halben Stunde mit angenehmen Strassenbedingungen verwöhnt. Dann kommt der Wechsel zur Löcher Piste abrupt – vorbei mit dem gemütlichen Dahinrollen. Entweder kämpfe ich mich über einen Belag, der wie ein Emmentaler Käse durchlöchert ist, oder über staubige, raue Umfahrungen von langen Baustellen. Auf einem der Löcher Abschnitte versperrt ein brennender Lastwagen die Fahrbahn. Je nach Windrichtung wird die Gegenfahrbahn in dichten Rauch gehüllt, was das Vorbeifahren schwierig macht. Ich warte, bis der Wind kurz ausbleibt und rolle so weit rechts wie möglich vorbei.

 

Ein Stück weiter ist ein Bus von der Strasse abgekommen. Offenbar gab es ein Problem mit der Lenkung oder ein Reifen ist geplatzt. Verletzte scheint es keine zu geben – die Passagiere sitzen im Schatten oder helfen das Gepäck vom Dach zu laden. Schlechte Wartung, miserable Strassen und riskante Fahrweise fordern ihren Tribut.

 

Am späteren Nachmittag erreiche ich Bulawayo, die sich als eine angenehme Stadt mit gut erhaltenen historischen Gebäuden und freundlichen, unaufdringlichen Menschen präsentiert. Über Booking.com habe ich ein günstiges Zimmer im historischen Hotel Bulawayo Club mitten in der Stadt gefunden, wo ich die Honda sicher im Hinterhof parkieren kann. Den Rest des Nachmittags spaziere ich durch die Stadt, besuche einen Supermarkt und esse abends im Hotel.

Irgendwann in der Nacht wecken mich Donnerschläge und starker Regen. Träume ich, oder fegt jetzt wirklich ein Sturm über Bulawayo? Um diese Jahreszeit wäre das doch recht ungewöhnlich. Ich öffne das Fenster und sogleich fegt ein heftiger Windstoss hinein, das Prasseln des Regens ist klar hörbar. Kein Traum.

 

Am Morgen ist der Himmel nach wie vor mit dicken Wolken verhüllt und ein kräftiger Wind bläst. Gemäss Wettervorhersage soll es sogar nochmals etwas Regen geben. Ich entscheide mich deshalb, eine weitere Nacht hierzubleiben – auch, weil ich mir noch nicht klar bin, welche Route ich nach Südafrika einschlagen soll.

 

Nach dem Frühstück relaxe ich im Zimmer und entscheide mich nach einigen Abklärungen für die Route über Botswana. Die Strecke durch Zimbabwe bis zur südafrikanischen Grenze soll gemäss verschiedenen Berichten in schlechtem Zustand sein, weshalb ich die über 400 km kaum an einem Tag schaffen würde. Zudem gibt es unterwegs kaum Übernachtungsmöglichkeiten.

 

Am Nachmittag streife ich etwas durch die Innenstadt, was nur mit Jacke möglich ist, weil ein kalter Wind um die Ecken pfeift. Fast wie zu Hause – von einem Tag auf den anderen mehr als 15 Grad Unterschied.

 

Auch am nächsten Morgen ist es bewölkt, windig und frisch. Beim Beladen der Honda merke ich, dass es leicht nieselt. Ich starte trotzdem zu einer Runde durch den nahegelegenen Matobo-Nationalpark mit seinen einzigartigen Steinformationen. Da er nicht weit entfernt ist, passt der Abstecher gut in meine Route, die anschliessend nach Botswana führt.

 

Leider spielt das Wetter gar nicht mit und als dann auch noch eine Baustelle auftaucht, die mich auf eine 15 km lange Umfahrungspiste zwingt, breche ich meinen Nationalparkausflug ab und fahre zurück nach Bulawayo, wo ich auf die Route nach Botswana abbiege.

 

Der Strassenzustand bis zur 100 km entfernten Grenze ist sehr gut und ich komme zügig voran. Das Wetter wird ebenfalls von Kilometer zu Kilometer besser, und als ich an der Grenze ankomme, scheint die Sonne vom blauen Himmel und wärmt angenehm.

Im Grenzbereich ist es erstaunlich ruhig, und ich benötige nur etwa zehn Minuten, um aus Zimbabwe auszureisen. Einige Kilometer weiter halte ich an der botswanischen Grenze, wo ebenfalls kaum Leute sind.

 

Für Botswana benötigen Schweizer Bürger bis zu 90 Tage kein Visum. Ohne grosses Warten bekomme ich den Einreisestempel in den Pass. Das Carnet für die Honda wird ohne Rückfragen gestempelt und nachdem ich die Strassensteuer und Versicherung bezahlt habe, kann ich wieder losfahren.

 

Bei der Ausfahrt aus dem Grenzbereich sitzen einige Beamte auf Stühlen oder telefonieren. Ich passiere eine kleine Senke mit Desinfektionsmittel, von der ich gelesen habe, und fahre langsam hindurch. Kaum auf der anderen Seite angekommen, rennt einer der telefonierenden Beamten auf mich zu und meint, ich dürfe nicht einfach durchfahren, sondern müsse umdrehen und beim Stoppschild warten. Ich nicke, drehe um, fahre erneut durch die Pfütze, wende wieder und halte bei der Stopptafel.

 

Jetzt kommt eine Beamtin herüber, schaut mich streng an und fragt, ob ich nicht wisse, was ein Stoppschild sei. Ich müsse eine Busse von 2’000 Pula bezahlen, weil ich einfach durchgefahren sei. Nun ist es nicht das erste Mal, dass Beamte versuchen, etwas herauszuholen, wenn man nicht genau das macht, was sie erwarten. In Afrika bedeutet ein Stoppschild in 90 Prozent der Fälle nichts und wird ignoriert. Das Nutzen dann einige Beamte aus, wenn sie Geld verdienen wollen. Ich bleibe ruhig, entschuldige mich, ignoriere die Forderung nach der Busse und frage eine andere Beamtin, die inzwischen dazugekommen ist, was ich tun müsse. Sie nickt freundlich und meint, ich solle meine Schuhe im kleinen Desinfektionsbad eintunken und danach die Gepäcktaschen zur Kontrolle öffnen.

 

Während ich das tue, redet die erste Beamtin weiter auf mich ein, dass ich die Busse bezahlen müsse. Ich ignoriere sie und zeige der zweiten Beamtin die Taschen. Ohne hineinzuschauen, nickt sie alles ab und meint, ich könne wieder einpacken. Danach frage ich, ob ich weiterfahren dürfe. Sie nickt, während die „Bussgeldbeamtin“ nur finster schaut. So rolle ich ein zweites Mal durch das Desinfektionsbad und bin froh, dass meine Vorgehensweise funktioniert hat und ich nichts bezahlen musste.

 

Mein heutiges Ziel ist die Kleinstadt Francistown, wo ich in einem Guesthouse ein Zimmer reserviert habe, das von einem Schweizer geführt wird. Die erste angefragte Unterkunft war ausgebucht, verwies mich aber auf dieses Guesthouse, weil ich in meiner WhatsApp-Anfrage erwähnt hatte, dass ich ein Schweizer Motorradreisender bin.

 

Eine Stunde später klingele ich am Eingangstor des Guesthouses und werde von der Partnerin des Schweizers empfangen. Sie stammt aus Kuba und arbeitet als Ärztin im örtlichen Spital. Anscheinend vermietet Kuba ganze Teams von Ärzten, Zahnärzten und Ingenieuren an andere Länder, die Bedarf haben. Kurz darauf lerne ich auch meinen Gastgeber kennen, der sich sichtlich freut, wieder einmal Schweizerdeutsch zu sprechen.

 

Mein Zimmer entpuppt sich als grosser Bungalow mit viel Platz und Komfort. Die Honda kann ich direkt vor der Haustür parken. Nachdem ich mich etwas frisch gemacht habe, fährt mich mein Gastgeber ins Zentrum, wo ich zuerst Geld abhebe, um die Übernachtung zu bezahlen. Dabei erfahre ich, dass heute und morgen Feiertrage sind. Der Grund, wieso es an der Grenze wohl so ruhig war.

 

Anschliessend machen wir eine kleine Stadtrundfahrt. Dabei erzählt mir mein Gastgeber, dass er vor einigen Jahren aus gesundheitlichen Gründen seine grosse Sicherheitsfirma verkauft habe und seither als Frühpensionär das Leben geniesse. Zwischendurch zeigt er auf verschiedene Wohnhäuser, Bürogebäude und sogar ein kleines Einkaufszentrum, die alle ihm gehören. Er meint, er sei vor dreissig Jahren mit nichts nach Botswana gekommen und habe mit viel Arbeit und Glück einiges erreicht. Eine klassische Tellerwäscher Karriere – wie man sie sonst nur aus dem Fernsehen kennt.

 

Den Rest des Tages relaxe ich im Garten des Guesthouses. Gegen ein kleines Entgelt kann ich mit meinen Gastgebern zu Abend essen – begleitet von einem interessanten Gespräch.

Weil ich meinen Reiseblog über meinen Besuch bei Corinne und Oliver auf ihrer Shaghuri Lodge in Bulawayo nicht fertig schreiben konnte, entscheide ich mich, einen weiteren Pausentag fürs Fertigschreiben einzulegen. Dazwischen gehe ich nochmals mit meinem Gastgeber auf eine kleine Tour durch die Ortschaft, wo wir das eine oder andere für das Abendessen einkaufen.

 

Tags darauf breche ich früh genug auf, damit ich genügend Zeit für die 350 km lange Strecke und den Grenzübertritt nach Südafrika habe. Der Strassenzustand ist weiterhin sehr gut, und ich komme schneller voran als gedacht. Macht nichts – so habe ich etwas mehr Zeit, in einem kleinen, ausgesuchten Café in der letzten Ortschaft vor der Grenze eine längere Pause einzulegen.

 

An der Grenze stempelt mir der Zoll von Botswana mein Carnet nicht aus, da ich im November erneut einreise und Botswana, Namibia und Südafrika eine Zollunion bilden. Deshalb stempelt das Land, durch das man in die Zollunion einreist, das Carnet ein, und das Land, durch das man sie verlässt, wieder aus. So war es auch, als ich Anfang des Jahres von Südafrika nach Namibia und wieder zurückgereist bin. Meinen Ausreisestempel in den Pass bekomme ich ebenfalls innert Minuten. Danach überquere ich die Grenzbrücke über den Limpopo River und gelange zum südafrikanischen Zoll. Für meinen Aufenthalt bekomme ich 14 Tage, was vollkommen ausreicht, da ich in sieben Tagen nach Hause fliege.

 

Obwohl es nicht nötig wäre, stehe ich trotzdem beim Zollschalter an, um sicherzugehen, dass ich, ohne etwas ausfüllen zu müssen, die Honda mit dem von Botswana gestempelten Carnet einreisen kann. Das stellt sich kurz darauf als Fehler heraus, weil die Beamtin darauf besteht, dass sie mein Carnet ebenfalls abstempeln muss, da ich die Honda in ihr Land bringe. Sie weiss aber auch, dass es nicht erlaubt ist, zwei eingestempelte Formulare im Carnet zu haben. Nach längerem Hin und Her sagt sie plötzlich, dass ich selbst entscheiden könne, ob sie mein Carnet abstempelt oder nicht, da es schliesslich mein Carnet sei und ich der Kunde. Diese Chance nutze ich sofort und erwidere, dass ich es so lassen möchte, wie es jetzt ist. Sie nickt, und bevor sie ihre Meinung ändern kann, verschwinde ich rasch.

 

Aus meinen bisherigen Grenzübertritten weiss ich, dass die südafrikanischen Zollbeamten beim Grenzübertritt, egal in welche Richtung, nicht kontrollieren, ob das Carnet gestempelt ist. Ich kann bei allen südafrikanischen Zollämtern das Grenzareal ohne Kontrolle verlassen. Fast alle anderen Länder haben eine letzte Kontrolle beim Hinausfahren – Südafrika nicht. Somit kann ich im November problemlos aus Südafrika nach Botswana ausreisen, ohne dass der südafrikanische Zoll mein Carnet kontrolliert. Danach bin ich wieder in Botswana, wo ich bei der späteren Ausreise den korrekten Ausreisestempel bekomme.

 

Eine halbe Stunde später erreiche ich die Guestfarm, auf der ich heute übernachte. Nebst dem Guesthousebetrieb werden auf dem Areal auch Veranstaltungen wie Hochzeiten durchgeführt. Entsprechend ist die Anlage grosszügig und mit allerlei Annehmlichkeiten ausgestattet, von denen ich ebenfalls profitiere. Da keine Ferienzeit ist und ich unter der Woche hier bin, bekomme ich das Zimmer recht günstig. Am Abend kommt der Farminhaber vorbei, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist. Er ist seit seiner Jugend mit Motorrädern unterwegs und so wird unsere Unterhaltung etwas länger als der übliche Smalltalk. Bevor er sich verabschiedet, gibt er mir einige Tipps, wie ich morgen am sichersten nach Pretoria hineinfahren kann, wofür ich dankbar bin.

 

Für mein Frühstück plündere ich meinen restlichen Proviant und starte anschliessend den Honda-Motor für die letzte Etappe meiner Reise durch Süd- und Ostafrika. Bis etwa hundert Kilometer vor Pretoria nutze ich Nebenstrassen, die mich einmal mehr durch schöne südafrikanische Landschaften führen. Bevor es dann auf die Autobahn geht, mache ich eine Pause bei einem grösseren Tankstellenshop.

 

Fahren auf der Autobahn macht nirgends auf der Welt Spass – das gilt auch für Südafrika. Dafür komme ich schnell voran. Auf zwei etwa zehn Kilometer langen Abschnitten erscheinen regelmässig Warntafeln, dass man wegen der hohen Kriminalität hier nicht anhalten soll. Wer wegen einer Panne stecken bleibt, hat also gleich zwei Probleme am Hals.

 

Die Autobahn bringt mich recht nahe an das Viertel, in dem meine Unterkunft für die nächsten Tage liegt. Im Airbnb, in dem ich die letzten beiden Male in Pretoria gewohnt habe, war leider kein Platz mehr. Bevor ich zur Unterkunft fahre, halte ich kurz beim Motorradshop, in dem ich im Mai die Neubereifung erhalten habe. Die Honda bekommt hier während meiner Reisepause einen grossen Service inklusive neuer Reifen. Danach sollte die Enduro fit für die zweite lange Etappe über die afrikanische Westroute bis nach Hause sein. Sie bestätigen mir, dass alles bereit ist und ich die Honda in drei Tagen vorbeibringen kann, damit während meiner Heimreise die vereinbarten Arbeiten erledigt werden.

Kurz darauf erreiche ich meine Unterkunft, die in einem alten, sehr gediegenen und schönen Viertel von Pretoria liegt. Das Haus wurde um 1900 erbaut und strahlt viel Nostalgie aus, wie auch viele andere Häuser in diesem Quartier.

 

Die kommenden Tage nutze ich für einige organisatorische Dinge, schreibe diesen Blog, buche im bekannten Airbnb meinen Aufenthalt bei meiner Rückkehr nach Pretoria und organisiere mit ihnen, dass ich einen Teil meiner Ausrüstung dort lagern kann. Dazwischen erkunde ich etwas das Quartier mit seinen von Jacaranda-Bäumen gesäumten Strassen, die jetzt im südafrikanischen Frühling in ihrem violetten Blütengewand erstrahlen.

 

Dann verabschiede ich mich von Afrika und fliege für fünf Wochen nach Hause. Ab dem 13. November 2025 geht meine Reise weiter durch Afrika bis nach Hause.

Route und Downloads

Track & POI meiner Route

Die GPX Datei enthält den Track und die POI der Strecke „Pretoria – Ende meiner Route durch Süd- und Ostafrika“

Bild von Christian Feustle
Christian Feustle

Autor und Inhaber der Marke Motoglobe

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