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Mit dem Jeep durch den Queens Elisabeth Nationalpark in Uganda

Mit dem Jeep durch den Queens Elisabeth Nationalpark in Uganda

27.07.2025 routen >> afrika hautnah

Unser nächstes Ziel in Ruanda ist der Kivusee, der die Grenze zur Demokratischen Republik Kongo bildet. Entlang des Sees verläuft der Congo-Nile-Trail, den man zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden kann. Für die gesamte Strecke benötigt man zu Fuß etwa zehn Tage – das kommt für uns nicht infrage. Wenn möglich, möchten wir während eines Tages eine Wanderung auf einem Teilstück unternehmen.

 

Unser gebuchtes Hotel für zwei Nächte liegt nahe dem Startpunkt des Trails im Norden des Sees. Wir sind dort nur rund sechs Kilometer von der Grenze zur kongolesischen Stadt Goma entfernt, wo es in der Vergangenheit wiederholt zu Gefechten zwischen Rebellen und Regierungstruppen kam. Ende Juni wurde ein Waffenstillstand vereinbart, was die Lage vor Ort deutlich beruhigt hat. Auf ruandischer Seite gab es zudem seit mehreren Monaten keine Sicherheitsprobleme. Wir gehen daher davon aus, dass das Risiko für uns gering ist.

 

Die Fahrt von Ruhengeri zum See führt einmal mehr durch die grüne Berglandschaft Ruandas. Weil es so schön ist, versuchen wir auf halber Strecke eine Schlaufe einzulegen, die uns noch tiefer in die Hügel- und Bergwelt hineinführt. Nach einigen Kilometern werden wir jedoch von einer Holzbalkenbrücke gestoppt, die auf uns keinen sicheren Eindruck macht. Der Land Cruiser wiegt rund 2,5 Tonnen, und wir sind uns nicht sicher, ob die Brücke das trägt. Also lassen wir Vernunft walten und drehen um. Zurück auf der Hauptstraße legen wir wenig später eine Kaffeepause in einem Café ein, das wir bei der Planung auf Google Maps entdeckt haben. Der Cappuccino schmeckt auch hier ausgezeichnet.

 

Bevor wir zur Unterkunft hinunter an den See fahren, folgen wir der Straße noch einige Kilometer entlang der Hänge – mit der Hoffnung auf eine schöne Aussicht. Leider liegt weiterhin Dunst in der Luft, und wir sehen kaum weiter als bis zum nächsten Hügel. Also kehren wir auch hier um und fahren über eine steile Straße hinunter zum See. Unten angekommen, biegen wir nach rechts ab und erreichen die kleine Ortschaft Rubavu. Direkt am Ufer steht eine große Bierbrauerei, durch deren Gelände die Straße führt.

 

Das Hotel liegt direkt am See, und unser Zimmer befindet sich im oberen Stock eines separaten Holzhauses mit eigener Veranda und Seeblick. Mega.


Kurz darauf entspannen wir auf der Veranda und genießen den Ausblick. Es dauert allerdings nicht lange, bis einige Jugendliche vom Nachbarhaus auf die Mauer klettern und durch das flache Wasser waten, bis sie uns sehen – um dann nach Geld zu fragen. Seit Beginn unserer Reise werden wir oft von Kindern und Jugendlichen um Geld gebeten. Stehen wir an einer Kreuzung oder müssen wegen eines Lastwagens langsam fahren, rennen sie uns zum Teil sogar hinterher und rufen unentwegt „Money, money, money“. Leider ist das die Folge davon, dass viele Touristen Geld oder andere Dinge wahllos an die Bevölkerung verteilen, weil sie glauben, damit etwas Gutes zu tun. Dass dieses Verhalten auch negative Auswirkungen haben kann, ist den meisten nicht bewusst – oder es ist ihnen schlicht egal, solange sie sich selbst als Wohltäter fühlen.

 

Den Abend lassen wir bei einem Essen im Restaurant unserer Unterkunft gemütlich ausklingen – ebenfalls direkt am See.

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Nach dem Frühstück entscheiden wir uns, einen Relax Tag einzulegen und nicht auf dem Congo-Nile-Trail zu wandern. Einerseits sind wir in den kommenden Tagen viel unterwegs, andererseits haben wir keine Lust auf einen Spießrutenlauf durch die Dörfer, in denen wir ständig von Kindern und Jugendlichen um Geld gebeten werden. Die Zeit nutzen wir, um Wäsche zu waschen, zu lesen, zu spielen und den Reisebericht über unseren Besuch bei den Berggorillas zu schreiben.

Heute verlassen wir bereits Ruanda und fahren nach Uganda. Zwischen den beiden Ländern gibt es nur zwei offizielle Grenzposten. Wir wählen den bei Ruhengeri und fahren deshalb die gleiche Strecke wie vor zwei Tagen zurück in die Stadt. Dort gönnen wir uns zuerst einen Kaffee, tanken den Land Cruiser voll und füllen unsere Ess- und Trinkvorräte auf.

 

Die Straße bis zur rund 30 Kilometer entfernten Grenze ist stellenweise mit tiefen Löchern übersät, was unser Tempo deutlich bremst. Auch mit einem 4×4 kann man nicht einfach durch diese Teerkrater rasen, ohne Schäden zu riskieren.

 

Dank der Infos aus der iOverlander-App wissen wir, dass wir die Fahrzeugpapiere an einem bestimmten Büro abstempeln lassen müssen – genau dort, wo wir auch die Straßenseite wechseln, denn in Uganda herrscht wieder Linksverkehr. Das Büro finden wir auf Anhieb, und die Papiere für den Land Cruiser werden problemlos abgestempelt. Da unser Fahrzeug in Uganda registriert ist, ist der Papierkram deutlich einfacher als bei einem international zugelassenen Auto.

 

Zurück im Fahrzeug fahren wir ein paar hundert Meter weiter zur ersten Schranke. Beim Aussteigen weist uns jemand darauf hin, dass wir durch das weiße Zelt am Straßenrand gehen müssen. Dort wird unsere Temperatur gemessen – wohl eine Art Covid-Kontrolle. Danach tragen wir uns bei einem Soldaten in ein dickes Buch ein und dürfen weiter zum eigentlichen Grenzbereich fahren.

 

Den Immigrationsschalter von Ruanda finden wir sofort und werden ohne Umstände ausgestempelt. Bei der Einreise nach Uganda müssen wir uns in eine längere Schlange einreihen. Es geht trotzdem zügig voran, da die Formalitäten für die einheimische Bevölkerung schnell erledigt sind. Wir haben unsere Visa bereits im Voraus online beantragt – Diana ein Single-Entry-Visum, ich ein East African Tourist Visa, das mir erlaubt, innerhalb von drei Monaten zwischen Ruanda, Uganda und Kenia hin und her zu reisen.

 

Die Zollbeamtin nimmt unsere ausgedruckten Visumsbestätigungen entgegen und stellt ohne Rückfragen die eigentlichen Visa aus. Das dauert nur wenige Minuten. Anschließend geht es weiter zum ugandischen Zoll, wo wir den Land Cruiser wieder offiziell einführen lassen. Zwei Stempel und ein Exit-Zettel später fahren wir zur letzten Schranke, geben den Zettel ab – und haben freie Fahrt.

 

 

Auf den ersten Blick unterscheidet sich Uganda kaum von Ruanda – mit Ausnahme dessen, dass weniger Menschen am Straßenrand unterwegs sind und Fahrräder auffallend fehlen. Nach etwa zehn Kilometern erreichen wir die erste größere Stadt. Dort möchten wir Geld abheben, doch der Geldautomat funktioniert nicht. Anstatt weiterzusuchen, beschließen wir, Bargeld und SIM-Karte später in Kabale zu besorgen, wo wir heute übernachten werden.

 

Wir fahren ein kurzes Stück zurück und biegen dann auf eine kurvige Bergstraße nach Kabale ab. Die Strecke führt rauf und runter, vorbei an grünen Hügeln mit Ausblick auf den Bunyonyi-See. Gegen 16 Uhr erreichen wir unsere Unterkunft. Nach dem Zimmerbezug machen wir uns gleich auf den Weg in die Ortschaft und bekommen dort sowohl Bargeld als auch eine SIM-Karte. Wieder zurück im Guesthouse setzen wir uns in den Garten und bestellen uns etwas zu Abendessen.

Uns trennen knapp 180 Kilometer vom Queen-Elizabeth-Nationalpark, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen möchten. Wir haben es deshalb nicht eilig und genießen das Frühstück etwas länger im ruhigen, grünen Garten des Guesthouses.

 

Unsere Strecke führt weiterhin durch die hügelige, grüne Landschaft – und so wird die Fahrt zu keiner Sekunde langweilig. In der kleinen Ortschaft Kitagata befinden sich einige heiße Quellen, die offenbar auch von Touristen besucht werden. Anders können wir uns nicht erklären, weshalb am Straßenrand plötzlich ein herausgeputztes Restaurant mit Gartenterrasse auftaucht. Wir nutzen die Gelegenheit, legen eine Pause ein und bestellen einen Cappuccino.

 

Irgendwann am Tisch schießt mir der Gedanke durch den Kopf, ob ich mein Plastiketui mit Impfpass und anderen Ausweisen wieder eingepackt habe. Gestern hatte ich darin die SIM-Karte aus Ruanda verstaut und es deshalb hervorgeholt. Zurück beim Auto suche ich eine Weile und ärgere mich – das Etui ist nicht mehr da. Ich muss es in der Unterkunft liegengelassen haben.

 

Nun überlegen wir, was die beste Lösung ist: zurückfahren, es einfach abhaken oder auf dem Rückweg abholen. Wir entscheiden uns fürs Abholen – denn ganz gleich, welchen Grenzübergang wir bei der Rückreise nach Ruanda wählen, wir kommen ohnehin wieder an Kabale vorbei. Ich rufe in der Unterkunft an und frage die freundliche Gastgeberin, ob sie das Etui gefunden hat. Sie verneint zunächst, geht aber gleich nachsehen – und findet es auf Anhieb. Ich frage, ob sie es für uns aufbewahren kann, da wir in etwa anderthalb Wochen wieder in Kabale sein werden. Sie sagt sofort zu. Ich bedanke mich herzlich und schicke ihr zur Sicherheit noch eine WhatsApp-Nachricht mit der Bestätigung, dass wir vorbeikommen werden. Da habe ich nochmal Glück gehabt. Schon vor ein paar Tagen ist mir aufgefallen, dass ich besser aufpassen muss, nichts zu vergessen. Der tägliche Packrhythmus hat sich verändert, seit wir mit dem Auto reisen – und prompt lasse ich zum ersten Mal auf all meinen Reisen etwas liegen. Irgendwann musste es ja passieren, und zum Glück ist es glimpflich ausgegangen.

 

Wir fahren weiter durch die kurvigen Straßen und erreichen bald eine Region mit zahlreichen Kraterseen. Leider sehen wir davon nicht viel, denn die dichte, grüne Vegetation gibt kaum eine Aussicht frei. Bei Kichwamba erreichen wir plötzlich das Ende eines uns nicht bewusst gewordenen Plateaus und fahren über mehrere Kehren hinunter in die Ebene des Queen-Elizabeth-Nationalparks. Etwa 20 Minuten später biegen wir auf eine holprige Schotterpiste ab, die uns zu unserer gebuchten Lodge am Ende der Piste führt. Die nächsten zwei Nächte übernachten wir hier in einem Viererzelt mit Open-Air-Dusche und WC. Zwischen Einbruch der Dunkelheit und Sonnenaufgang sollen wir das Zelt nur in Begleitung eines Wächters verlassen, da gelegentlich Elefanten und Nilpferde durch das Camp streifen.

 

Nach einem leckeren Abendessen im Restaurant der Lodge werden wir zu unserem Zelt begleitet – und kurz darauf fallen uns die Augen zu.

Den heutigen Tag möchten wir im Queen-Elizabeth-Nationalpark verbringen. Dieser besteht aus drei großen Teilen, von denen wir zwei an einem Tag erkunden können. Der dritte Abschnitt liegt zu weit entfernt und grenzt direkt an die Demokratische Republik Kongo – was aus Sicherheitsgründen momentan eher ungünstig ist.

 

Wir frühstücken um 6.00 Uhr und fahren kurz darauf los zum Gate des Kasenyi-Sektors des Parks. Die Landschaft besteht hier überwiegend aus Grasland und Savanne und beherbergt viele Antilopen, Löwen und Leoparden. Wir sind gespannt, welche Tiere sich uns zeigen werden.

 

Das Einschreibeprozedere ist schnell erledigt. Der Eintrittspreis pro Person beträgt für 24 Stunden 45 US-Dollar. Hinzu kommt eine Fahrzeuggebühr. Da unser Auto in Uganda registriert ist – obwohl wir es in Ruanda gemietet haben – zahlen wir den lokalen Tarif von umgerechnet 8 Euro pro Tag. Wäre das Fahrzeug aus dem Ausland registriert, hätten wir 150 US-Dollar zahlen müssen – ein Preis, den wir vermutlich nicht gezahlt hätten.

 

Anschließend beginnt unsere Pirschfahrt. Wir fahren auf gut erhaltenen Schotterstraßen durch die Savanne. Als Erstes zeigen sich einige Büffel, gefolgt von Antilopen und zahlreichen Vögeln. Zur Navigation nutzen wir die App Organic Maps (ähnlich wie maps.me), in der alle Wege gut eingezeichnet sind. Auf der Karte ist auch ein Ort mit dem Namen „Lion Point“ vermerkt, den wir ansteuern möchten.

 

Kurz davor begegnen wir einem Ranger auf einem Motorrad. Er berichtet uns, dass er gerade einen Löwen am Lion Point gesichtet hat. Wenig später erreichen wir die Stelle – sehen jedoch zunächst nichts. Das überrascht uns nicht, denn das braune Gras steht hoch, und man kann Löwen oder Leoparden nur entdecken, wenn sie sich bewegen. Liegen sie im Gras, sind sie kaum auszumachen.

 

Es dauert nicht lange, bis weitere Fahrzeuge eintreffen – alles Touristensafaris mit lokalen Fahrern. Als sich etwa fünf Fahrzeuge versammelt haben, kehrt der Ranger zurück, fährt mit dem Motorrad mitten in die Grasfläche hinein und zeigt auf eine Stelle. Aus der Entfernung können wir nichts erkennen, gehen aber davon aus, dass dort tatsächlich ein Löwe liegt. Wir warten, bis die Fahrzeuge sich wieder entfernen. Inzwischen treffen drei weitere Jeeps ein, darunter ein Fahrzeug des Nationalparks. Dieses steuert direkt querfeldein auf den Punkt zu – gefolgt von den anderen beiden Jeeps. Obwohl das Verlassen der Schotterpisten verboten ist, scheint das für Parkfahrzeuge nicht zu gelten – auch dann nicht, wenn sie von Touristen als Guide gebucht wurden.

 

Wir beobachten das Ganze mit einer gewissen Skepsis. Falls dort tatsächlich ein Löwe liegt, wird er ziemlich bedrängt. Nachdem die Gruppe mit dem Park Ranger weitergezogen ist und einige andere Fahrzeuge sich ebenfalls entfernen, fahren auch wir näher an die Stelle – mit freier Sicht. Und tatsächlich: Aus dem Gras ragt der Kopf einer Löwin. Durch den Feldstecher ist sie gut zu erkennen. Auf ihrem Rücken ist etwas Graues zu sehen – vermutlich ein GPS-Tracker. Es ist gut möglich, dass sie damit überwacht wird, sodass die Safari-Fahrer genau wissen, wo sie mit ihren Gästen hinfahren müssen, um eine Löwensichtung zu garantieren. Wir verweilen noch eine Weile, bis sich die Löwin schließlich ganz ins Gras legt und damit für uns unsichtbar wird.

 

Ein paar Kurven weiter sehen wir erneut eine Gruppe Jeeps stehen. Auch wir fahren näher heran – und erkennen durch das Fernglas den Kopf eines Leoparden. Wow – einen Leoparden sieht man nicht oft! Auch dieses Tier trägt ein auffälliges Halsband – ebenfalls ein Tracker. Offensichtlich wird auch dieser Leopard überwacht.

 

Wir fahren weitere zwei Stunden durch die Savanne und sehen zahlreiche Büffel, verschiedene Antilopen, Nilpferde in sumpfigen Tümpeln und mehrere Warzenschweinfamilien.

 

Gegen Mittag verlassen wir das Gebiet und fahren auf einer holprigen Schotterstraße zum Hauptgate des Nationalparks. Schon auf dem Weg dorthin entdecken wir eine Gruppe Elefanten, die durchs Dickicht zieht. Am Gate zeigen wir nur unsere Quittung vor und erhalten Einlass. Vor dem Tor warten wir noch kurz, weil eine Schülergruppe Fotos vom Parkeingang macht.

 

Kaum im Park, begegnet uns dieselbe Elefantengruppe erneut, in sicherer Distanz zur Straße.

Für eine längere Pause steuern wir die einzige Lodge innerhalb des Parks an. Sie liegt auf einem Hügel und soll, laut mehreren Berichten, eine fantastische Aussicht auf den Edwardsee und die Wasserverbindung zum George-See bieten. Kurz vor der Lodge werden wir an einer Schranke gestoppt. Wir müssen uns eintragen und die Parkeintrittsquittung vorzeigen. Wenige Meter weiter blockiert ein Eisentor den Zugang zur Lodge – auch hier tragen wir uns in eine Liste ein. Erst dann erreichen wir den Parkplatz.

Wir werden freundlich empfangen und zur Restaurantterrasse geführt – wo wir die einzigen Gäste sind. Wir bekommen den Tisch mit der besten Aussicht auf die Flussebene. Kaum sitzen wir, sehen wir am gegenüberliegenden Ufer hunderte von Büffeln und Nilpferden, die nebeneinander im seichten Wasser liegen. Ein traumhafter Anblick.

 

Wir bleiben etwa eine Stunde auf der Terrasse und beobachten – mit und ohne Fernglas – die Tierwelt rund um den Fluss. Beim Bezahlen staunen wir: Für zwei Kaffees und ein Mineralwasser zahlen wir gerade einmal sieben Euro. Angesichts des Fünf-Sterne-Niveaus dieser Lodge und der spektakulären Aussicht hätten wir mit deutlich höheren Preisen gerechnet.

 

Wieder im Land Cruiser unterwegs, folgen wir einer frisch planierten Schotterstraße, die dem Verlauf der Wasserstraße zum George-See folgt. Neben Antilopen entdecken wir auch ein grasendes Nilpferd – ungewöhnlich weit vom Wasser entfernt, besonders bei dieser Nachmittagshitze. Einige Kilometer später taucht eine größere Elefantengruppe auf, die sich auf beiden Seiten der Piste verteilt. Wir bleiben vorsichtig, da wir nicht wissen, ob sich aggressive Bullen unter ihnen befinden. Nach und nach wird jedoch klar: Unsere Anwesenheit stört sie nicht. So wagen wir es, langsam näher heranzufahren und schließlich vorsichtig durch die Gruppe hindurchzufahren.

 

Gegen 16 Uhr erreichen wir das Ausgangsgate bei der Brücke über die Wasserstraße – von hier führt die Straße zurück zu unserer Lodge. Als wir den Jeep vor dem Hauptgebäude parken, sehen wir einen Elefantenbullen, der laut Personal häufiger am Camp vorbeischaut. Er steht gerade am Mülleimer und fischt mit dem Rüssel den Inhalt heraus. Wir halten respektvollen Abstand, bis er sich durch das Gebüsch zur nächsten Lodge entfernt.

 

Eine Stunde später genießen wir unser Abendessen – und legen uns anschließend rechtschaffen müde nach diesem ereignisreichen Tag früh ins Bett. Morgen setzen wir unsere Reise in Richtung Murchison-Falls-Nationalpark fort.

Route und Downloads

Track & POI meiner Route

Die GPX Datei enthält den Track und die POI der Strecke „Mit dem Jeep durch den Queens Elisabeth Nationalpark in Uganda“

Bild von Christian Feustle
Christian Feustle

Autor und Inhaber der Marke Motoglobe

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