
Mauretanien mit dem Motorrad
15.04.2026 reiseländer
Mauretanien ist eines der eindrucksvollsten und gleichzeitig anspruchsvollsten Reiseziele für Motorradreisende in Westafrika. Endlose Wüstenlandschaften, einsame Pisten und weite Horizonte prägen das Land. Wer die Abgeschiedenheit sucht und lange Tagesetappen durch nahezu unberührte Landschaften schätzt, findet hier ein einzigartiges Fahrerlebnis.
Die wichtigste Nord-Süd-Verbindung zwischen Nouakchott und Nouadhibou sowie die Strecke nach Néma sind asphaltiert und gut befahrbar. Abseits dieser Hauptachsen beginnen jedoch ausgedehnte Wüstenpisten, auf denen Sand, Geröll und Wellblechpisten das Fahren deutlich anspruchsvoller machen. Eine gute Vorbereitung und Erfahrung im Fahren auf losem Untergrund sind von Vorteil.
Die Entfernungen zwischen Ortschaften sind gross. Tankstellen und Versorgungsmöglichkeiten sind entlang der Hauptstrassen vorhanden, können jedoch weit auseinanderliegen. Auf längeren Etappen empfiehlt sich eine ausreichende Kraftstoffreserve sowie genügend Trinkwasser, da Temperaturen von deutlich über 40 Grad keine Seltenheit sind.
In der Hauptstadt Nouakchott herrscht lebhafter Verkehr, der jedoch im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Grossstädten überschaubar bleibt. Bereits wenige Kilometer ausserhalb der Stadt beginnt die Weite der Sahara, in der sich stundenlang kaum andere Fahrzeuge begegnen.
Vor Reisen in Grenzregionen, insbesondere zu Mali sowie in einzelne Gebiete im Osten und Norden des Landes, sollte die aktuelle Sicherheitslage sorgfältig geprüft werden. Die empfohlenen Reiserouten entlang der Hauptverkehrsachsen gelten im Allgemeinen als deutlich unproblematischer.
Wer eine Route entlang des Tracks des längsten und schwersten Eisenerzzuges der Welt unternehmen möchte, benötigt sehr gute Fahrkenntnisse auf Sandpisten. Zudem erfordert diese Route wegen ihrer Abgeschiedenheit eine sorgfältige Planung in Bezug auf Benzin, Wasser und Notfallvorsorge.
Mauretanien ist kein Land für schnelles Reisen. Wer sich Zeit nimmt und die gewaltigen Landschaften, die Ruhe der Sahara und die Gastfreundschaft der Nomaden erlebt, wird mit einer der eindrucksvollsten Motorradreisen Afrikas belohnt.
GPX-Daten meiner Reisen durch Mauretanien mit dem Motorrad findest du in den jeweiligen Reiseberichten oder im Menü Downloads unter Routen.
Gut zu wissen für eine Motorradreise durch Mauretanien
Visa und Einreisebedingungen können jederzeit ändern. Alle Angaben ohne Gewähr.
Visa
- Pässe Schweiz und EU benötigen ein Visa, welches online beantragt werden muss. Die Visakosten sind in € an der Grenze zu bezahlen
Zoll Motorrad
- Carnet de Passage wird akzeptiert
- T.I.P ebenfalls möglich
- Versicherung obligatorisch. Kann direkt an der Grenze gelöst werden
Grenzübertritte
- Einreisen gemäss Visakatergorie
- Temporären Import des Motorrades mit T.I.P oder Carnet de Passage unbeschränkt bis deren Ablaufzeit möglich
Dokumente
- Gültiger Reisepass mindestens 180 Tage über Ankunftsdatum hinaus gültig
- Guter Ausdruck des eVisa
- Exakter Betrag in € für die Visakosten
- Führerausweis
- Internationaler Führerausweis
- Fahrzeugausweis
- Carnet de Passage oder T.I.P (wird vom Zoll ausgestellt)
- International Impfausweis für Bestätigung der Gelbfieberimpfung
Geld
- Währung ist der Ouguiya (100 MRU = 2.20 €)
- Geldautomaten bei Banken vorhanden, funktionieren aber nicht immer oder akzeptieren keine ausländische Karten
- Teilweise Gebühren der örtlichen Bank für Geldbezug
- Kreditkarten nur in der Hauptstadt verbreitet
- Bargeld wird überall benötigt
Reisemedizin
Nachtquartier
- Wildcampen erlaubt
- Zeltplätze kaum vorhanden
- Hotels, Bed & Breakfast und private Pensionen in grösseren Ortschaften vorhanden und teilweise über Buchungsportale buchbar
Sicherheit
- Die Sicherheitslage ist in weiten Teilen des Landes angespannt
- Reisen in die Grenzenregionen zur Westsahara, Algerien und Mali ist vorher die Sicherheitslage zu prüfen
- Nutze in der Hauptstadt nur offizielle Taxis
- Die Polizei und Militär ist nicht immer dein Freund und Helfer
Pflicht Ausrüstung
- Helmpflicht
WIFI / SIM
- WIFI ist bei touristischen Einrichtungen verbreitet, jedoch nicht immer stabil und oft langsam
- SIM-Karten mit Datenpackete sind für Touristen bei der Telecomfirma Move Money erhältlich.
Strom
- Die Netzspannung ist 220 V / 50 Hz
- Überall im Land kann es zu Stromunterbrüchen (Loadshedding) wegen Stromknappheit kommen
- Mehr Infos bei Steckdosen der Welt
Navigation
- OSM Karten von Alternativaslibres
- GMapTool
- Tracks4Afrika
Fotografieren
- Erlaubt. Vorsicht bei Regierungsgebäuden und militärischen Einrichtungen
- Drohnen unklar, da keine Gesetze vorhanden. Behörden sind jedoch restriktive eingestellt
Tanken
- Tankstellen mit Benzin in grösseren Ortschaften
- Benzin ist ausserhalb der Hauptstadt nicht immer vorhanden
Verkehr
- Rechtsverkehr
Strassen Gebühren
- Teerstrasse sind je nach Region in einem schlechten Zustand
- Mit Sandverwehungen muss überall gerechnet werden
- Viele Pisten sind sandig
- Während der Regenzeit sind die Schotterpisten schwierig zu befahren. Das gilt auch für die Piste zum Diama Grenzposten nach Senegal
Motorrad Werkstätten
- Nur wenige kleine Motorradgeschäfte oder Werkstätten in der Hauptstadt vorhanden
Motorrad Transport
- Zurzeit keine Empfehlung
Motorrad Vermietung
- Zurzeit keine Empfehlung
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