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Kamerun mit dem Motorrad

Kamerun mit dem Motorrad

15.02.2026 reiseländer

Kamerun bietet Motorradreisenden eine grosse landschaftliche Vielfalt zwischen tropischem Regenwald, Savannen, Vulkanlandschaften und langen Pisten durch abgelegene Regionen. Besonders der Süden und Westen des Landes eignen sich gut für Reisen mit dem Motorrad. Dort wechseln sich grüne Berglandschaften, kleine Dörfer und teils überraschend gute Strassen mit einfachen Naturpisten ab.

 

Im Westen prägen die vulkanischen Bergregionen rund um den Mount Cameroon die Landschaft. Die Region gehört zu den fruchtbarsten Gebieten des Landes und bietet kurvenreiche Strecken mit tropischer Vegetation und dicht besiedelten Hängen. Entlang der Küste herrscht ein heisses und feuchtes Klima, das das Fahren anstrengend machen kann.

 

Die touristische Infrastruktur ist ausserhalb der grösseren Städte einfach, reicht aber aus, um das Land individuell zu bereisen. Hotels, einfache Unterkünfte und kleine Restaurants finden sich in den meisten regionalen Zentren.

 

Das Reisen im Norden Kameruns ist wegen der unsicheren Lage stark eingeschränkt. Auch das gesamte Grenzgebiet (Englisch sprachige Region) zu Nigeria gilt als kritisch. Vor Reisen in diese Regionen sollten aktuelle Sicherheitshinweise geprüft werden.

 

Während der Regenzeit können einzelne Pisten schwer passierbar werden. Schlamm, Überschwemmungen und beschädigte Strassen erschweren dann das Vorankommen deutlich. Wer ausserhalb der Hauptachsen unterwegs ist, sollte genügend Zeitreserven einplanen.

 

GPX-Daten meiner Reisen durch Kamerun mit dem Motorrad findest du in den jeweiligen Reiseberichten oder im Menü Downloads unter Routen.

Gut zu wissen für eine Motorradreise durch Kamerun

Visa und Einreisebedingungen können jederzeit ändern. Alle Angaben ohne Gewähr.

  • Pässe Schweiz und EU benötigen ein Visa, welches online beantragt werden muss
  • Touristen sollten das Short stay visa beantragen
  • Nach Erhalt des eVisa mit Ausdruck in irgendeiner Botschaft oder Konsulat den Visa Sticker für den Pass abholen (Nigeria z.B. in Calabar, in der Republik Kongo in Brazzaville oder Quesso)
  • Carnet de Passage wird akzeptiert
  • T.I.P ebenfalls möglich

  • Verlängerung T.I.P möglich
  • Versicherung obligatorisch. Kann über die Card rose abgedeckt werden (Versicherung für alle Zentralafrikanischen Länder)
  • Kontaktadressen gemäss Webseite Card rose
  • Je nach Visa Art ein- oder mehrmalig möglich
  • Carnet de Passage unbeschränkt möglich, 
  • T.I.P wird jedesmal neu ausgestellt
  • Bei Ein- und Ausreise über die Region Banyo oft kein Ein- oder Ausreisestempel erhältlich
  • Ausreise nach Kongo Brazzaville ohne Einreisestempel zurzeit möglich. Kann jedoch jederzeit ändern
  • Grenze nach Gabun meistens geschlossen
  • Gültiger Reisepass mindestens 180 Tage über Ankunftsdatum hinaus gültig
  • Visa Sticker im Pass
  • Führerausweis
  • Internationaler Führerausweis
  • Fahrzeugausweis
  • Carnet de Passage oder T.I.P (wird vom Zoll ausgestellt)
  • International Impfausweis für Bestätigung der Gelbfieberimpfung
  • Währung ist der Zentralafrikanische Franc (100 CFA = 0.15 €)
  • Geldautomaten bei Banken vorhanden, funktionieren aber nicht immer oder akzeptieren keine ausländische Karten
  • Teilweise Gebühren der örtlichen Bank für Geldbezug
  • Kreditkarten kaum verbreitet
  • Bargeld wird überall benötigt
  • Wildcampen erlaubt
  • Zeltplätze keine vorhanden
  • Hotels, Bed & Breakfast und private Pensionen in grösseren Ortschaften vorhanden und teilweise über Buchungsportale buchbar
  • Grenzgebiete im Norden des Landes sind wegen islamistischen Rebellengruppen gefährlich
  • Englischsprachige Region ist wegen verschiedenen Rebellengruppen gefährlich
  • Für die Einreise über den Grenzübergang Ekok nur die Strecke Buea – Ekok nutzen. Entweder mit oder ohne Militärconvoy
  • Vorsicht wegen Piraterie bei Grenzübertritte nach Nigeria über das Meer. 
  • In Städten gibt es Gebiete, die gemieden werden sollten. Erkundige dich bei der lokale Bevölkerung
  • Nutze in Städten offizielle Taxis, wenn es dunkel ist
  • Die Polizei und das Militär sind nicht immer dein Freund und Helfer
  • Helmpflicht
  • WIFI ist bei touristischen Einrichtungen verbreitet, jedoch nicht immer stabil und oft langsam
  • SIM-Karten mit Datenpackete sind für Touristen bei der Telecomfirma MTN erhältlich.
  • Die Netzspannung ist 220 V / 50 Hz
  • Überall im Land kann es zu Stromunterbrüchen (Loadshedding) wegen Stromknappheit kommen
  • Mehr Infos bei Steckdosen der Welt
  • Erlaubt, jedoch keine militärischen Einrichtungen
  • Vorsicht an der Grenze und bei wichtigen Brücken und Gebäuden
  • Drohnen nur unter Auflagen erlaubt. Mehr Infos bei Drohnen Camp
  • Tankstellen mit Benzin in grösseren Ortschaften
  • Rechtssverkehr
  • Viele Menschen, die zu Fuss mit Tieren auf der Strasse unterwegs sind
  • Während der Regenzeit sind die Schotterpisten in schlechtem Zustand
  • Mautstrassen weit verbreitet. Motorräder meistens kostenlos
  • Es gibt Autobahnabschnitte, die für Kleinmotorräder verboten sind. Gilt nicht für Reisemotorräder
  • Zurzeit keine Empfehlung
  • Zurzeit keine Empfehlung

Meine Motorradreisen durch Kamerun

Afrika hautnah mit dem Motorrad

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Meine Reiseberichte Kamerun - Afrika hautnah mit dem Motorrad

Nach Kamerun ans Meer
11.02.2026

Nach Kamerun ans Meer

Bis zur Grenze von Kamerun verläuft die Strasse über 300 km durch den Dschungel. Auch hier haben die Chinesen viel Geld in den Ausbau gesteckt, was die Fahrt einfach macht. Unterwegs treffe ich auf Federico aus Italien, der seit über 14 Monaten auf der Westroute in Richtung Süden unterwegs ist. Die Ausreise aus dem Kongo Brazzaville gestaltet sich aufwendiger als gedacht und meine Geduld wird auf die Probe gestellt. Die kamerunischen Beamten machen es dafür mit einer sehr speditiven Abfertigung mehr als wett. Meine Weiterreise bis ans Meer ist danach geprägt von anfänglichem Dschungel, der mehr und mehr von Siedlungen verdrängt wird. Die Hauptstadt Jaunde kann ich anschliessend problemlos umfahren und erreiche ohne weitere Schwierigkeiten den Badeort Kribi, der bei der Stadtbevölkerung von Jaunde und Douala sehr beliebt ist. Hier verweile ich ein paar Tage bis zur Weiterreise nach Nigeria.
Allein durch das Rebellengebiet und zügig durch Nigeria
19.02.2026

Allein durch das Rebellengebiet und zügig durch Nigeria

Die kommenden 1'500 Kilometer verlaufen durch die unsichersten Regionen meiner Reise über die Westroute. Einerseits muss ich ein aktives Rebellengebiet in Kamerun durchqueren, damit ich nach Nigeria einreisen und kann und andererseits ist die gesamt Sicherheitslage in Nigeria unsicher und der Verkehr teils chaotisch und gefährlich. Ziel ist es deshalb, dass ich diesen Abschnitt so rasch wie möglich und mit dem tiefst möglichen Risiko durchfahren kann, was mir schlussendlich gelingt. Mit der Ankunft in Cotonou, der grössten Stadt in Benin, bin ich erleichtert, den Abschnitt hinter mir zu haben.
Bild von Christian Feustle
Christian Feustle

Autor und Inhaber der Marke Motoglobe

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