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Guinea mit dem Motorrad

Guinea mit dem Motorrad

25.03.2026 reiseländer

Guinea gehört zu den Ländern Westafrikas, die Reisenden eindrucksvolle Landschaften, abgelegene Regionen und intensive Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung bieten. Gleichzeitig verlangt das Reisen durch das Land eine hohe Flexibilität. Die Strassenverhältnisse sind vielerorts schwierig und verschlechtern sich während der Regenzeit teilweise erheblich. Abseits der Hauptverbindungen können Pisten durch Schlamm, Auswaschungen oder beschädigte Brücken nur schwierig befahrbar sein.

 

In der Hauptstadt Conakry herrscht oft dichter und chaotischer Verkehr. Innerhalb vieler Ortschaften wird der Verkehrsfluss zusätzlich durch Märkte beeinträchtigt, die sich häufig über weite Teile der Strassen ausdehnen. Geduld und eine defensive Fahrweise sind deshalb unerlässlich.

 

Die Versorgung mit Benzin kann je nach Region stark variieren. Während Treibstoff in grösseren Städten meist verfügbar ist, kommt es in kleineren Ortschaften immer wieder zu Engpässen. Eine ausreichende Reichweite und Reserven sind deshalb empfehlenswert.

 

Auch die politische Situation bleibt fragil und kann sich kurzfristig verändern. Vor Reisen in die Grenzgebiete zu Mali sollte die aktuelle Sicherheitslage sorgfältig geprüft werden. Gleiches gilt für Regionen entlang der Grenzen zu Sierra Leone und Liberia, wo es immer wieder zu Spannungen und sicherheitsrelevanten Vorfällen kommen kann. Wer sich vor der Reise über die aktuelle Lage informiert und seine Route entsprechend anpasst, kann Guinea dennoch als faszinierendes und abwechslungsreiches Reiseland erleben.

 

GPX-Daten meiner Reisen durch Guinea mit dem Motorrad findest du in den jeweiligen Reiseberichten oder im Menü Downloads unter Routen.

Gut zu wissen für eine Motorradreise durch Guinea

Visa und Einreisebedingungen können jederzeit ändern. Alle Angaben ohne Gewähr.

  • Pässe Schweiz und EU benötigen ein Visa, welches online beantragt werden muss
  • Für die Ein- und Ausreise Visa ausdrucken
  • Carnet de Passage wird akzeptiert
  • T.I.P ebenfalls möglich
  • Versicherung obligatorisch. Kann über die Card brune abgedeckt werden (Versicherung für alle Westafrikanischen Länder)
  • Card brune kann via WhatsApp bei Axa Senegal gelöst werden WhatsApp Nr. +221 77 651 89 75 Mr. Diedhiou
  • Lediglich Einmaleinreise möglich
  • Temporären Import des Motorrades mit T.I.P oder Carnet de Passage unbeschränkt bis deren Ablaufzeit möglich
  • Gültiger Reisepass mindestens 180 Tage über Ankunftsdatum hinaus gültig
  • Ausdruck eVisa
  • Führerausweis
  • Internationaler Führerausweis
  • Fahrzeugausweis
  • Carnet de Passage oder T.I.P (wird vom Zoll ausgestellt)
  • International Impfausweis für Bestätigung der Gelbfieberimpfung
  • Währung ist der Guinea Franc (100 GNF = 0.01 €)
  • Geldautomaten bei Banken vorhanden, funktionieren aber nicht immer oder akzeptieren keine ausländische Karten
  • Teilweise Gebühren der örtlichen Bank für Geldbezug
  • Kreditkarten kaum verbreite
  • Bargeld wird überall benötigt
  • Wildcampen erlaubt
  • Zeltplätze kaum vorhanden
  • Hotels, Bed & Breakfast und private Pensionen in grösseren Ortschaften vorhanden und teilweise über Buchungsportale buchbar
  • Die Sicherheitslage ist im ganzen Land angespannt
  • Es muss jederzeit mit Putschen oder deren Versuche gerechnet werden
  • Grenzen werden manchmal spontan geschlossen
  • Die Grenzgebiete zu Mali gelten als unsicher
  • In Städten gibt es etliche Gebiete, die gemieden werden sollten. Erkundige dich bei der lokale Bevölkerung
  • Nutze in Städten nur offizielle Taxis
  • Die Polizei und Militär ist nicht immer dein Freund und Helfer
  • Helmpflicht
  • WIFI ist bei touristischen Einrichtungen verbreitet, jedoch nicht immer stabil und oft langsam
  • SIM-Karten mit Datenpackete sind für Touristen bei der Telecomfirma Orange erhältlich.
  • Die Netzspannung ist 220 V / 50 Hz
  • Überall im Land kann es zu Stromunterbrüchen (Loadshedding) wegen Stromknappheit kommen
  • Mehr Infos bei Steckdosen der Welt
  • Erlaubt
  • Drohnen unter Auflagen erlaubt
  • Tankstellen mit Benzin in grösseren Ortschaften
  • Rechtsverkehr
  • In Conakry kann der Verkehr chaotisch sein
  • Viele Menschen, die zu Fuss mit Tieren auf der Strasse unterwegs sind
  • Teerstrasse sind je nach Region in einem schlechten Zustand
  • Während der Regenzeit sind die Schotterpisten schwierig zu befahren
  • Wenige Motorradgeschäfte oder Werkstätten in der Hauptstadt vorhanden
  • Zurzeit keine Empfehlung
  • Zurzeit keine Empfehlung

Meine Motorradreisen durch Guinea

Afrika hautnah mit dem Motorrad

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Meine Reiseberichte Guinea - Afrika hautnah mit dem Motorrad

Elfenbeinküste - UNESCO Altstadt und monumentale Basilika
13.03.2026

Elfenbeinküste – UNESCO-Altstadt und monumentale Basilika

Auf der ghanaischen Küstenstraße führt meine Route weiter bis zur Grenze der Elfenbeinküste, wo ich mit dem neu eingeführten eVisa problemlos einreisen kann. Meinen ersten Stopp lege ich anschließend in Grand-Bassam ein, dessen alter Stadtteil wegen seiner französischen Kolonialgebäude zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Von dort fahre ich weiter nach Yamoussoukro, der eigentlichen Hauptstadt der Elfenbeinküste. Dort ließ der erste Präsident des Landes monumentale Gebäude errichten, darunter auch die größte Kirche der Welt, die dem Petersdom in Rom nachempfunden wurde. Nach einem Tag Pause geht es weiter nach Man und anschließend zur Grenze nach Guinea, wo mich eine sehr unfreundliche Ausreise erwartet. Die Einreise auf der guineischen Seite verläuft dagegen sehr angenehm. In der nächstgrößeren Stadt Nzérékoré lege ich danach einen weiteren Tag Fahrpause ein.
Guinea bis Guinea-Bissau - Ruppige Strassen und Grenzabenteuer
20.03.2026

Guinea bis Guinea-Bissau – Ruppige Strassen und Grenzabenteuer

Guinea ist bekannt für seine schlechten Strassenverhältnisse und chaotischen Verkehrsbedingungen in der Hauptstadt. Auf meiner Fahrt vom Süden durch das Fouta-Djallon-Hochland komme ich teilweise in den Genuss der ruppigen Strassen. Dafür zeigt sich Guinea landschaftlich von seiner schönen Seite. In Conakry angekommen, ist das Verkehrschaos deutlich weniger schlimm, als oft berichtet wird. Mit der schlanken und leichten Honda komme ich überall gut durch. Innerhalb eines Tages erhalte ich sowohl den Visa-Sticker für Guinea gegen Vorweisung meines eVisas als auch das Einreisevisum für Guinea-Bissau, meine nächste Station nach Guinea. Am selben Tag, an dem ich die Stadt wieder verlasse, endet der Ramadan, weshalb die Strassen am Morgen fast ausgestorben sind. Mit Boké erreiche ich danach die letzte grössere Ortschaft in Guinea. Von dort führt mich eine teils abenteuerliche Piste inklusive Flussüberquerung nach Guinea-Bissau
Bild von Christian Feustle
Christian Feustle

Autor und Inhaber der Marke Motoglobe

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