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Senegal mit dem Motorrad

Guinea-Bissau mit dem Motorrad

30.03.2026 reiseländer

Guinea-Bissau zählt zu den am wenigsten besuchten Ländern Afrikas und bietet Reisenden die Möglichkeit, ein weitgehend ursprüngliches Westafrika kennenzulernen. Das Land beeindruckt mit seiner entspannten Atmosphäre, weitläufigen Küstenlandschaften und einer Kultur, die nur wenig vom internationalen Tourismus geprägt ist. Gleichzeitig erfordert eine Reise nach Guinea-Bissau eine sorgfältige Planung und die Bereitschaft, auf einen Teil der touristischen Infrastruktur zu verzichten.

 

Da nur wenige ausländische Besucher ins Land reisen, sind touristische Einrichtungen ausserhalb der Hauptstadt und einzelner Küstenregionen nur begrenzt vorhanden. Unterkünfte, Transportmöglichkeiten und andere Dienstleistungen entsprechen häufig nicht den Standards bekannter Reiseziele. Flexibilität und eine gute Vorbereitung erleichtern das Reisen erheblich. Die politische Lage gilt als instabil und wurde in den vergangenen Jahren wiederholt von Putschversuchen und politischen Spannungen geprägt. Kurzfristige Veränderungen der Sicherheitslage sind daher nicht auszuschliessen. Vor einer Reise sollten die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise sorgfältig geprüft werden.

 

Wer mit realistischen Erwartungen reist und sich auf die besonderen Gegebenheiten des Landes einlässt, erlebt in Guinea-Bissau ein authentisches Reiseziel abseits der bekannten Touristenrouten und erhält einen seltenen Einblick in einen der am wenigsten erschlossenen Staaten Afrikas.

 

GPX-Daten meiner Reisen durch Guinea-Bissau mit dem Motorrad findest du in den jeweiligen Reiseberichten oder im Menü Downloads unter Routen.

Gut zu wissen für eine Motorradreise durch Guinea-Bissau

Visa und Einreisebedingungen können jederzeit ändern. Alle Angaben ohne Gewähr.

  • Pässe Schweiz und EU benötigen ein Visa, welches in der Botschaft von Conakry (Guinea) oder im Konsulat in Ziguinchor (Senegal) beantragt werden muss
  • Carnet de Passage wird akzeptiert
  • T.I.P ebenfalls möglich
  • Versicherung obligatorisch. Kann über die Card brune abgedeckt werden (Versicherung für alle Westafrikanischen Länder)
  • Card brune kann via WhatsApp bei Axa Senegal gelöst werden WhatsApp Nr. +221 77 651 89 75 Mr. Diedhiou
  • Einmalige Einreise
  • Temporären Import des Motorrades mit T.I.P oder Carnet de Passage unbeschränkt bis deren Ablaufzeit möglich
  • Gültiger Reisepass mindestens 180 Tage über Ankunftsdatum hinaus gültig
  • Visa im Pass
  • Führerausweis
  • Internationaler Führerausweis
  • Fahrzeugausweis
  • Carnet de Passage oder T.I.P (wird vom Zoll ausgestellt)
  • International Impfausweis für Bestätigung der Gelbfieberimpfung
  • Währung ist der Westafrikanische Franc (100 XOF = 0.15 €)
  • Geldautomaten bei Banken vorhanden, funktionieren aber nicht immer oder akzeptieren keine ausländische Karten
  • Teilweise Gebühren der örtlichen Bank für Geldbezug
  • Kreditkarten kaum verbreitet
  • Bargeld wird überall benötigt
  • Wildcampen erlaubt
  • Zeltplätze kaum vorhanden
  • Hotels, Bed & Breakfast und private Pensionen in grösseren Ortschaften vorhanden und teilweise über Buchungsportale buchbar
  • Die Sicherheitslage ist im ganzen Land angespannt
  • Es muss jederzeit mit Putschen oder deren Versuche gerechnet werden
  • Grenzen werden manchmal spontan geschlossen
  • Nutze in der Hauptstadt nur offizielle Taxis
  • Die Polizei und Militär ist nicht immer dein Freund und Helfer
  • Helmpflicht
  • WIFI ist bei touristischen Einrichtungen verbreitet, jedoch nicht immer stabil und oft langsam
  • SIM-Karten mit Datenpackete sind für Touristen bei der Telecomfirma Orange erhältlich.
  • Die Netzspannung ist 220 V / 50 Hz
  • Überall im Land kann es zu Stromunterbrüchen (Loadshedding) wegen Stromknappheit kommen
  • Mehr Infos bei Steckdosen der Welt
  • Erlaubt. Vorsicht bei Regierungsgebäuden und militärischen Einrichtungen
  • Drohnen erlaubt. Vorsicht in Gebieten militärischer Einrichtungen
  • Tankstellen mit Benzin in grösseren Ortschaften
  • Rechtsverkehr
  • Viele Menschen, die zu Fuss mit Tieren auf der Strasse unterwegs sind
  • Teerstrasse sind je nach Region in einem schlechten Zustand
  • Während der Regenzeit sind die Schotterpisten schwierig zu befahren
  • Keine Motorradgeschäfte oder Werkstätten vorhanden
  • Zurzeit keine Empfehlung
  • Zurzeit keine Empfehlung

Meine Motorradreisen durch Guinea-Bissau

Afrika hautnah mit dem Motorrad

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Meine Reiseberichte Guinea-Bissau - Afrika hautnah mit dem Motorrad

Guinea bis Guinea-Bissau - Ruppige Strassen und Grenzabenteuer
20.03.2026

Guinea bis Guinea-Bissau – Ruppige Strassen und Grenzabenteuer

Guinea ist bekannt für seine schlechten Strassenverhältnisse und chaotischen Verkehrsbedingungen in der Hauptstadt. Auf meiner Fahrt vom Süden durch das Fouta-Djallon-Hochland komme ich teilweise in den Genuss der ruppigen Strassen. Dafür zeigt sich Guinea landschaftlich von seiner schönen Seite. In Conakry angekommen, ist das Verkehrschaos deutlich weniger schlimm, als oft berichtet wird. Mit der schlanken und leichten Honda komme ich überall gut durch. Innerhalb eines Tages erhalte ich sowohl den Visa-Sticker für Guinea gegen Vorweisung meines eVisas als auch das Einreisevisum für Guinea-Bissau, meine nächste Station nach Guinea. Am selben Tag, an dem ich die Stadt wieder verlasse, endet der Ramadan, weshalb die Strassen am Morgen fast ausgestorben sind. Mit Boké erreiche ich danach die letzte grössere Ortschaft in Guinea. Von dort führt mich eine teils abenteuerliche Piste inklusive Flussüberquerung nach Guinea-Bissau
Guinea-Bissau - Ein Land, das kaum jemand besucht
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Guinea-Bissau – Ein Land das kaum jemand besucht

Von Buba fahre ich auf schlechten Strassen nach Bissau, die Hauptstadt des Landes. Wegen den unregemässigen Fährverbindungen auf die vorgelagerten Inselgruppen, streiche ich mein Vorhaben, diese zu besuchen. Stattdessen reise ich nach zwei Ruhetagen weiter in die kleine Ortschaft Cacheu, die eine der ersten Kolonialsiedlungen in Westafrika ist. Tags darauf verlasse ich bereits wieder das kleine Land und erreiche die Casamance in Senegal, wo ich in Abéné einen Ruhetag am einsamen Strand einlege
Bild von Christian Feustle
Christian Feustle

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