Motoglobe

Ghana mit dem Motorrad

Ghana mit dem Motorrad

13.03.2026 reiseländer

Ghana gilt als eines der einfacheren Reiseländer Westafrikas. Das Land verfügt über ein gut ausgebautes Strassennetz, eine gute touristische Infrastruktur und eine stabile politische Situation.

 

Besonders im Zentrum des Landes prägen grüne Hügellandschaften, dichte Vegetation und kleine Dörfer das Bild. Abseits der grösseren Städte führen zahlreiche Nebenstrassen durch eine abwechslungsreiche Landschaft, die sich gut für Motorradtouren eignet.

 

Ein Höhepunkt im Norden ist der Mole National Park. Er gehört zu den wenigen Nationalparks in Westafrika, in denen sich noch grössere Wildtiere beobachten lassen. Mit etwas Glück sind Elefanten, Antilopen, Warzenschweine und verschiedene Affenarten zu sehen. Der Park zählt zu den bekanntesten Naturattraktionen des Landes.

 

Entlang der Atlantikküste befinden sich mehrere historische Burgen und Festungen aus der Kolonialzeit. Viele dieser Anlagen gehören heute zum UNESCO World Heritage Centre Weltkulturerbe und erinnern an die Zeit des transatlantischen Sklavenhandels. Besonders die Festungen von Elmina und Cape Coast zählen zu den bekanntesten historischen Sehenswürdigkeiten des Landes. Die touristische Infrastruktur ist für westafrikanische Verhältnisse gut ausgebaut. Hotels, Restaurants, Tankstellen und Einkaufsmöglichkeiten finden sich in den meisten grösseren Ortschaften. Dadurch lässt sich Ghana unkompliziert bereisen.

 

Vor Reisen in den äussersten Norden des Landes und insbesondere in das Grenzgebiet zu Burkina Faso sollte die aktuelle Sicherheitslage geprüft werden. Die Situation in dieser Grenzregion kann sich verändern und erfordert eine sorgfältige Reiseplanung.

 

Ghana eignet sich für Motorradreisende, die grüne Landschaften, historische Sehenswürdigkeiten und eine vergleichsweise einfache Reiseorganisation schätzen. Die Mischung aus Natur, Kultur und guter Infrastruktur macht das Land zu einem der beliebtesten Reiseziele Westafrikas.

 

GPX-Daten meiner Reisen durch Ghana mit dem Motorrad findest du in den jeweiligen Reiseberichten oder im Menü Downloads unter Routen.

Gut zu wissen für eine Motorradreise durch Ghana

Visa und Einreisebedingungen können jederzeit ändern. Alle Angaben ohne Gewähr.

  • Pässe Schweiz und EU benötigen ein Visa, welches online beantragt werden kann oder bei einer Botschaft
  • Für die Ein- und Ausreise Visa ausdrucken
  • Carnet de Passage wird vorgeschrieben
  • T.I.P ist möglich, jedoch mit hohen Kosten und Wartezeit an der Grenze verbunden

  • Mit T.I.P wird das Motorrad mit einem Tracker versehen
  • Laufzeit T.I.P meistens auf ein paar Tage beschränkt mit Verlängerungsoption in Accra 
  • Versicherung obligatorisch. Kann über die Card brune abgedeckt werden (Versicherung für alle Westafrikanischen Länder)
  • Card brune kann via WhatsApp bei Axa Senegal gelöst werden WhatsApp Nr. +221 77 651 89 75 Mr. Diedhiou 
  • Je nach Visa Art
  • Carnet de Passage unbeschränkt bis deren Ablaufzeit möglich
  • T.I.P ist zeitlich begrenzt und wird bei jeder Einreise neu ausgestellt (Hohe Kosten)
  • Gültiger Reisepass mindestens 180 Tage über Ankunftsdatum hinaus gültig
  • Ausdruck bei eVisa
  • Führerausweis
  • Internationaler Führerausweis
  • Fahrzeugausweis
  • Carnet de Passage oder T.I.P (wird vom Zoll ausgestellt)
  • International Impfausweis für Bestätigung der Gelbfieberimpfung, wenn Aufenthalt in Risikogebiet war
  • Währung ist der Cedi (100 GHS = 7.35 €)
  • Geldautomaten bei Banken vorhanden,
  • Teilweise Gebühren der örtlichen Bank für Geldbezug
  • Kreditkarten bei touristischen Einrichtungen verbreitet
  • Bargeld in ländlichen Gebieten
  • Wildcampen erlaubt
  • Zeltplätze kaum vorhanden
  • Hotels, Bed & Breakfast und private Pensionen in grösseren Ortschaften vorhanden und teilweise über Buchungsportale buchbar
  • Grundsätzlich ist Ghana ein sicheres Reiseland
  • In Städten gibt es jedoch Gebiete, die gemieden werden sollten. Erkundige dich bei der lokale Bevölkerung
  • Nutze in Städten offizielle Taxis, wenn es dunkel ist
  • Die Grenzgebiete zu Burkina Faso gelten als unsicher
  • Die Polizei ist nicht immer dein Freund und Helfer
  • Helmpflicht
  • WIFI ist bei touristischen Einrichtungen verbreitet, jedoch nicht immer stabil und oft langsam
  • SIM-Karten mit Datenpackete sind für Touristen bei der Telecomfirma MTN erhältlich.
  • Die Netzspannung ist 230 V / 50 Hz
  • Überall im Land kann es zu Stromunterbrüchen (Loadshedding) wegen Stromknappheit kommen
  • Mehr Infos bei Steckdosen der Welt
  • Erlaubt
  • Drohnen Einfuhr und Nutzung nur unter Auflagen erlaubt
  • Mehr Infos bei Drohnen Camp
  • Tankstellen mit Benzin in grösseren Ortschaften
  • Rechtsverkehr
  • Viele Menschen, die zu Fuss mit Tieren auf der Strasse unterwegs sind
  • Während der Regenzeit sind die Schotterpisten in schlechtem Zustand
  • Werkstätten in Accra vorhanden
  • Zurzeit keine Empfehlung

Meine Motorradreisen durch Ghana

Afrika hautnah mit dem Motorrad

Klicke auf die Symbole für den Link zum jeweiligen Reisebericht

Meine Reiseberichte Ghana - Afrika hautnah mit dem Motorrad

Vom Hochland Togos zu den Küstenburgen Ghanas
06.03.2026

Vom Hochland Togos zu den Küstenfestungen Ghanas

Nach einem Pausentag in Abomey setze ich meine Reise fort und überquere die Grenze nach Togo. Mein Ziel sind die Miniberge nahe der ghanaischen Grenze, wo das Klima etwas angenehmer sein soll und ich wieder einmal eine Aussicht bekommen sollte. Die Anfahrt gestaltet sich problemlos, bis mich in der Unterkunft in den Hügeln eine Magenverstimmung etwas lahmlegt. Ich muss deshalb einen Teil meiner Strecke sausen lassen. Zum Glück ist es jedoch nichts Schlimmes und ich kann bereits zwei Tage später durch die Hügel nach Ghana fahren, wo ich zurück an die Küste kurve, um mir eine der Küstenfestungen anzuschauen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Elfenbeinküste - UNESCO Altstadt und monumentale Basilika
13.03.2026

Elfenbeinküste – UNESCO-Altstadt und monumentale Basilika

Auf der ghanaischen Küstenstraße führt meine Route weiter bis zur Grenze der Elfenbeinküste, wo ich mit dem neu eingeführten eVisa problemlos einreisen kann. Meinen ersten Stopp lege ich anschließend in Grand-Bassam ein, dessen alter Stadtteil wegen seiner französischen Kolonialgebäude zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Von dort fahre ich weiter nach Yamoussoukro, der eigentlichen Hauptstadt der Elfenbeinküste. Dort ließ der erste Präsident des Landes monumentale Gebäude errichten, darunter auch die größte Kirche der Welt, die dem Petersdom in Rom nachempfunden wurde. Nach einem Tag Pause geht es weiter nach Man und anschließend zur Grenze nach Guinea, wo mich eine sehr unfreundliche Ausreise erwartet. Die Einreise auf der guineischen Seite verläuft dagegen sehr angenehm. In der nächstgrößeren Stadt Nzérékoré lege ich danach einen weiteren Tag Fahrpause ein.
Bild von Christian Feustle
Christian Feustle

Autor und Inhaber der Marke Motoglobe

Nach oben scrollen
Cookie Consent mit Real Cookie Banner