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Benin mit dem Motorrad

Benin mit dem Motorrad

08.03.2026 reiseländer

Benin gehört zu den kleineren Ländern Westafrikas und lässt sich gut mit dem Motorrad bereisen. Das Land gilt im regionalen Vergleich als stabil und die Menschen begegnen Reisenden meist offen und freundlich. Die Hauptstrassen befinden sich vielerorts in gutem Zustand, während kleinere Nebenstrecken teilweise auf Pisten verlaufen.

 

Ein Höhepunkt des Landes ist die Pfahlbauten Stadt Ganvié, die auf einem grossen See errichtet wurde. Tausende Menschen leben dort in Häusern auf Stelzen direkt über dem Wasser. Besucher erreichen die Ortschaft mit kleinen Booten und erhalten einen Einblick in einen Alltag, der sich fast vollständig auf dem Wasser abspielt. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

 

Auch Ouidah spielt historisch eine wichtige Rolle. Die Stadt war eines der bedeutendsten Zentren des Sklavenhandels in Westafrika. Entlang der Route des Esclaves erinnern verschiedene Monumente und Gedenkstätten an dieses dunkle Kapitel der Geschichte. Gleichzeitig gilt Ouidah als eines der spirituellen Zentren der Voodoo-Religion. Im Landesinneren liegt Abomey, die ehemalige Königsstadt des Königreichs Dahomey. Die Stadt zählt zu den kulturell bedeutendsten Orten Benins und gilt bis heute als Zentrum der Voodoo-Religion. Historische Königspaläste und traditionelle Zeremonien prägen das Bild der Region.

 

Das tropische Klima sorgt besonders im Süden des Landes für hohe Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Während der Regenzeit können einzelne Pisten schwierig werden. Vor Reisen in den Norden des Landes und in die Grenzgebiete zu Burkina Faso und Niger sollte die aktuelle Sicherheitslage geprüft werden.

 

Trotzdem eignet sich Benin gut für Motorradreisende, die sich für Geschichte, Kultur und das Reisen abseits der grossen Touristenrouten interessieren.

 

GPX-Daten meiner Reisen durch Benin mit dem Motorrad findest du in den jeweiligen Reiseberichten oder im Menü Downloads unter Routen.

Gut zu wissen für eine Motorradreise durch Benin

Visa und Einreisebedingungen können jederzeit ändern. Alle Angaben ohne Gewähr.

  • Pässe Schweiz und EU benötigen ein Visa, welches online beantragt werden muss
  • Für die Ein- und Ausreise Visa ausdrucken
  • Für Motorräder ist wedere ein Carnet de Passage noch ein T.I.P erforderlich
  • Versicherung obligatorisch. Kann über die Card brune abgedeckt werden (Versicherung für alle Westafrikanischen Länder)
  • Card brune kann via WhatsApp bei Axa Senegal gelöst werden WhatsApp Nr. +221 77 651 89 75 Mr. Diedhiou 
  • Je nach Visa Typ einfach oder Mehrfacheinreise möglich 
  • Motorrad uneingeschränkt
  • Gültiger Reisepass mindestens 180 Tage über Ankunftsdatum hinaus gültig
  • Ausgedrucktes Visa für Ein- und Ausreise
  • Führerausweis
  • Internationaler Führerausweis
  • Fahrzeugausweis
  • International Impfausweis für Bestätigung der Gelbfieberimpfung, wenn Aufenthalt in Risikogebiet war
  • Währung ist der Westafrikanische Franc (100 XOF = 0.15 €)
  • Geldautomaten bei Banken vorhanden, funktionieren aber nicht immer oder akzeptieren keine ausländische Karten
  • Teilweise Gebühren der örtlichen Bank für Geldbezug
  • Kreditkarten kaum verbreitet
  • Bargeld wird überall benötigt
  • Wildcampen erlaubt
  • Zeltplätze kaum vorhanden
  • Hotels, Bed & Breakfast und private Pensionen in grösseren Ortschaften vorhanden und teilweise über Buchungsportale buchbar
  • Grundsätzlich ist Benin ein sicheres Reiseland
  • In Städten gibt es jedoch Gebiete, die gemieden werden sollten. Erkundige dich bei der lokale Bevölkerung
  • Nutze in Städten offizielle Taxis, wenn es dunkel ist
  • Die Grenzgebiete zu Burkina Faso und Niger gelten als unsicher
  • Die Polizei ist nicht immer dein Freund und Helfer
  • Helmpflicht
  • WIFI ist bei touristischen Einrichtungen verbreitet, jedoch nicht immer stabil und oft langsam
  • SIM-Karten mit Datenpackete sind für Touristen bei der Telecomfirma MTN oder Moov Africa erhältlich
  • Die Netzspannung ist 220 V / 50 Hz
  • Überall im Land kann es zu Stromunterbrüchen (Loadshedding) wegen Stromknappheit kommen
  • Mehr Infos bei Steckdosen der Welt
  • Erlaubt
  • Drohnen keine offiziellen Regeln
  • Tankstellen mit Benzin in grösseren Ortschaften
  • Rechtsverkehr
  • Viele Menschen, die zu Fuss mit Tieren auf der Strasse unterwegs sind
  • Während der Regenzeit sind die Schotterpisten in schlechtem Zustand
  • Zurzeit keine Empfehlung
  • Zurzeit keine Empfehlung

Meine Motorradreisen durch Benin

Afrika hautnah mit dem Motorrad

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Meine Reiseberichte Benin - Afrika hautnah mit dem Motorrad

Allein durch das Rebellengebiet und zügig durch Nigeria
19.02.2026

Allein durch das Rebellengebiet und zügig durch Nigeria

Die kommenden 1'500 Kilometer verlaufen durch die unsichersten Regionen meiner Reise über die Westroute. Einerseits muss ich ein aktives Rebellengebiet in Kamerun durchqueren, damit ich nach Nigeria einreisen und kann und andererseits ist die gesamt Sicherheitslage in Nigeria unsicher und der Verkehr teils chaotisch und gefährlich. Ziel ist es deshalb, dass ich diesen Abschnitt so rasch wie möglich und mit dem tiefst möglichen Risiko durchfahren kann, was mir schlussendlich gelingt. Mit der Ankunft in Cotonou, der grössten Stadt in Benin, bin ich erleichtert, den Abschnitt hinter mir zu haben.
Benin - Voodoo, Königreich und Ganvié
27.02.2026

Benin – Voodoo, Königreich und Ganvié

Der Antrag für das Ghana-Visum bei der Botschaft in Cotonou kostet viel Zeit und Nerven. Die Wartezeit nutze ich, um meine Ausrüstung auf Vordermann zu bringen, Cotonou etwas zu erkunden und einen Ausflug nach Ganvié zu machen, der größten Pfahlbautensiedlung Afrikas. Am achten Tag bekomme ich meinen Pass mit dem Ghana-Visum zurück. Es ist Zeit, weiterzureisen. Mein nächstes Ziel ist die Königsstadt Abomey. Auf einer Tour erfahre ich mehr über die Geschichte des Königreichs und erhalte einen kleinen Einblick in die Voodoo-Religion, die in Benin eine der offiziellen Glaubensrichtungen ist.
Vom Hochland Togos zu den Küstenburgen Ghanas
06.03.2026

Vom Hochland Togos zu den Küstenfestungen Ghanas

Nach einem Pausentag in Abomey setze ich meine Reise fort und überquere die Grenze nach Togo. Mein Ziel sind die Miniberge nahe der ghanaischen Grenze, wo das Klima etwas angenehmer sein soll und ich wieder einmal eine Aussicht bekommen sollte. Die Anfahrt gestaltet sich problemlos, bis mich in der Unterkunft in den Hügeln eine Magenverstimmung etwas lahmlegt. Ich muss deshalb einen Teil meiner Strecke sausen lassen. Zum Glück ist es jedoch nichts Schlimmes und ich kann bereits zwei Tage später durch die Hügel nach Ghana fahren, wo ich zurück an die Küste kurve, um mir eine der Küstenfestungen anzuschauen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Bild von Christian Feustle
Christian Feustle

Autor und Inhaber der Marke Motoglobe

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