Motoglobe

Angola mit dem Motorrad

Angola mit dem Motorrad

21.01.2026 reiseländer

Angola ist eines der größten Länder Afrikas und flächenmäßig das siebtgrößte auf dem Kontinent. Entsprechend groß sind die Distanzen. Reisen bedeutet hier lange Etappen und viel Zeit zwischen einzelnen Regionen.

 

Im Süden, im Grenzgebiet zu Namibia, beginnt die Namib-Wüste. Sie gilt als die älteste Wüste der Welt und prägt die Landschaft mit trockenen Ebenen, Sand und Nebel vom Atlantik. Im starken Kontrast dazu steht das Landesinnere. Dort ist die Landschaft grün, üppig und teilweise dicht bewachsen. Viele Regionen wirken fast dschungelartig.

 

Während der Regenzeit verändern sich die Bedingungen deutlich. Viele Straßen und Pisten werden schwer oder gar nicht passierbar. Schlamm und ausgewaschene Strecken bestimmen das Bild. Entlang der Küste ist die Regenzeit deutlich weniger ausgeprägt, was das Reisen dort planbarer macht.

 

Touristisch ist Angola wenig erschlossen. Es gibt nur wenige Reisende, wenig Infrastruktur und kaum standardisierte Angebote. Genau das macht das Land für eigenständige Motorradreisen besonders unverfälscht, auch wenn die Planung etwas aufwendiger ist.

 

Obwohl Angola zu den großen Erdölförderländern Afrikas gehört, kommt es regelmäßig zu Lieferproblemen bei Benzin und Diesel. Vor allem in ländlichen Gebieten können Treibstoffengpässe auftreten. Eine sorgfältige Planung ist daher notwendig.

 

Bargeld ist das wichtigste Zahlungsmittel im Land. Geldautomaten sind aber oft leer oder nur mit langen Wartezeiten nutzbar. Kartenzahlung ist außerhalb größerer Städte kaum möglich.

 

Die Landessprache ist Portugiesisch. Trotz der massiven Zerstörungen durch den jahrzehntelangen Bürgerkrieg sind im ganzen Land Spuren der über 400 Jahre andauernden portugiesischen Kolonialzeit sichtbar. Architektur, Stadtstrukturen und historische Gebäude prägen viele Orte bis heute.

 

GPX-Daten meiner Reisen durch Angola mit dem Motorrad findest du in den jeweiligen Reiseberichten oder im Menü Downloads unter Routen.

Gut zu wissen für eine Motorradreise durch Angola

Visa und Einreisebedingungen können jederzeit ändern. Alle Angaben ohne Gewähr.

  • Pässe Schweiz und EU 30 Tage visafreie Einreise
  • Carnet de Passage wird nicht akzeptiert
  • Zoll stellt T.I.P aus

  • Versicherung ist obligatiorisch
  • Nationale Strassengebühr muss direkt am Zoll bezahlt werden
  • Mehrfach für bis zu 30 Tage möglich
  • T.I.P wird jedesmal neu ausgestellt
  • Gültiger Reisepass mindestens 180 Tage über Ankunftsdatum hinaus gültig plus Kopie des Passes
  • Führerausweis plus Kopie
  • Internationaler Führerausweis
  • Fahrzeugausweis plus Kopie
  • T.I.P
  • International Impfausweis für Bestätigung der Gelbfieberimpfung plus Kopie
  • Währung ist der Kwanza (100 AOA = 0.10 €)
  • Geldautomaten bei Banken vorhanden, jedoch oft nicht in Betrieb oder lange Warteschlangen
  • Teilweise Gebühren der örtlichen Bank für Geldbezug
  • Kreditkarten bei touristischen Einrichtungen teilweise möglich
  • Bargeld ist weit verbreitet
  • Wildcampen erlaubt
  • Zeltplätze kaum vorhanden
  • Hotels, Bed & Breakfast und private Pensionen in grösseren Ortschaften vorhanden und teilweise über Buchungsportale buchbar
  • Grundsätzlich ist Angola ein sicheres Reiseland
  • In Luanda gelten die üblichen Sicherheitsmassnahmen in Grossstädten
  • In der Enklave Cabinda kann es zu Ausschreitungen kommen. Erkundige dich bei der lokale Bevölkerung
  • Die Polizei ist nicht immer dein Freund und Helfer
  • Helmpflicht
  • WIFI ist bei touristischen Einrichtungen verbreitet, jedoch nicht immer stabil und oft langsam
  • SIM-Karten mit Datenpackete sind für Touristen bei der Telecomfirma Unitel erhältlich.
  • Erlaubt
  • Drohnen mit Auflagen erlaubt
  • Tankstellen mit Benzin in grösseren Ortschaften vorhanden
  • In ländlichen Gebieten kann es immer wieder zu Lieferengpässen kommen und kein Benzin vorhanden sein
  • Rechtsverkehr
  • Viele Menschen, die zu Fuss auf der Strasse unterwegs sind
  • Während der Regenzeit sind die Schotterpisten in schlechtem Zustand
  • In Luanda gibt es wenige Motorradgeschäfte oder Werkstätten
  • Zurzeit keine Empfehlung
  • Zurzeit keine Empfehlung

Meine Motorradreisen durch Angola

Afrika hautnah mit dem Motorrad

Klicke auf die Symbole für den Link zum jeweiligen Reisebericht

Meine Reiseberichte Angola - Afrika hautnah mit dem Motorrad

Durch das Caprivi nach Angola
03.12.2025

Durch das Caprivi nach Angola

Nachdem unsere Aussprache dazu führt, dass ich alleine weiterfahre, plane ich meine Weiterfahrt durch den Caprivi bis nach Angola. Es gibt lediglich eine Grenze, wo auf der angolanischen Seite eine Teerstrasse weiterführt. Nach den ergiebigen Regenfällen entscheide ich mich für diese Grenze, damit meine Weiterfahrt nicht irgendwo im Schlamm stecken bleibt. Bis dahin sind es rund 1'000 km durch die namibische Caprivi-Region. Die Strassen sind soweit gut, weshalb ich mich entscheide, die Strecke in drei Tagen zu fahren. Der anschliessende Grenzübertritt, das Lösen einer Versicherung und das Beschaffen einer SIM-Karte verlangen dann einiges an Zeit und Geduld. Danach heisst es Benvindo a Angola
Über die Gebirgsstrasse Serra da Leba in die Namib Wüste
10.12.2025

Über die Gebirgsstrasse Serra da Leba in die Namib Wüste

Nach einem Tag Pause besuche ich zwei Aussichtspunkte in der Umgebung von Lubango. Anschliessend fahre ich über die spektakuläre Gebirgsstrasse Serra da Leba nach Moçâmedes, das am Atlantik in der Namib Wüste liegt. Von hier aus unternehme ich einen Ausflug in den Colinas Canyon mit seinen Sandsteinfelsen. Tagsdarauf verbringe ich einen Tag in der portugisisch geprägten Ortschaft. Wieder zurück in Lubango geht meine Reise weiter in Richtung Norden nach Lobito.
Der Küste entlang nach Luanda
17.12.2025

Der Küste entlang nach Luanda

Die Regenzeit bestimmt meine weitere Route, weshalb ich mehrheitlich der Küste folge. Einen Abstecher ins Landesinnnere, durch eine einmalige Landschaft mit schwarzen Felsformationen, lege ich dann doch noch ein. Danach treibt mich eine Entzündung vorwärts nach Luanda, wo ich medizinische Versorgung erhalte und zur Erholung einige Tage Pause einlege. Währenddessen besorge ich mir das Visum für den Kongo Brazzaville, Kamerun und Nigeria. Ob die Überfahrt mit der Fähre von Soyo nach Cabinda klappt, steht leider auf wackeligen Füssen, weil die Fähre zurzeit ausser Betrieb ist.
Bild von Christian Feustle
Christian Feustle

Autor und Inhaber der Marke Motoglobe

Nach oben scrollen
Cookie Consent mit Real Cookie Banner